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Werthers Rat tagt im Zirkuszelt

Weil der große Saal im Wertheraner Rathaus dringend saniert werden muss, wird der Rat der Stadt für die Zeit der Arbeiten in einem Zirkuszelt tagen oder je nach Dauer auch nächtigen. Wie Hans-Herbert Zwietracht jetzt hinter vorgehaltener Hand mitteilte, hätte der altehrwürdige Ratssaal eigentlich schon seit längerer Zeit nicht mehr genutzt werden dürfen. „Schlimm, einfach schlimm“, sagte Zwietracht in einem vertraulichen Gespräch und verriet Details: „Da sind über Jahre hinweg so viele Phrasen gedroschen und Spitzen abgefeuert worden, dass die Bausubstanz ganz massiv gelitten hat.“ Nach Zwietrachts Angaben wäre die Durchführung weiterer Versammlungen nicht mehr zu verantworten, da nur wenig Hoffnung bestünde, dass sich das Raumklima künftig nachhaltig verbessern werde: „Darauf hofft man schon lange – vergeblich.“
Foto: HK

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Die für ihre Findigkeit bekannte Verwaltung hat laut Zwietracht aber bereits eine Lösung gefunden, die bei den Ratsherren und -damen auch schon großen Anklang gefunden hat. Wie jetzt aus gut instruierten Kreisen bekannt wurde, soll auf der Mühlenwiese gleich neben dem Rathaus ein ausgedientes Zelt des mittlerweile Pleite gegangenen Zirkus Körnchen zunächst unbefristet angemietet werden. Obwohl im Rathaus schon die ersten Witze die Runde machen, will die Bürgermeisterin ihren angeschlagenen Kurs beibehalten: „Gute Argumente trüben nur den Blick auf das große Ganze.“

Im Großen und Ganzen ist das in diesem Falle ein knapp 30 Meter hohes Zelt mit einer Grundfläche von fast 400 Quadratmetern. Die Bürgermeisterin: „Da passen alle rein und zur Not auch noch ein paar Zaun- äh Zeltgäste.“ In der Verwaltung schlägt man sich derweil schon auf die Schenkel und macht sich Gedanken um die passende Besetzung. Wer gibt den dummen August und wer den Weißclown? Wer tritt mit den Kamelen auf und wer bändigt die Raubtiere? Fragen, die man wohl erst nach den ersten Sitzungen im neuen Ambiente wird tierschürfend und nachhaltig beantworten können.
Vorschläge von der benachbarten Grundschule, man möge die Ratsversammlungen künftig möglichst frühmorgens um 7.55 Uhr beginnen lassen, werden dem Vernehmen nach von der Verwaltung eher kritisch gesehen. Man sehe zwar auch, dass die Schülerinnen und Schüler im Unterricht immer weniger Spaß hätten, glaube aber nicht, dass man die Ratsmitglieder zu so früher Stunde in kompletter Besetzung aus den Federn bekommen könne. Die Schulleitung solle doch offen gesagt lieber überlegen, ob sie den gebundenen Ganztag nicht erst gegen 19 Uhr ganz abschließen könne. Spätestens damit wäre dann doch nun wirklich allen geholfen, und die Kinder könnten zur Not auch mal einspringen, wenn der dumme August unabkömmlich wäre, oder die Kamele entzündete Höcker hätten. Zudem würden in Werther schon traditionell die dicksten Würmer beim späten Graben gefangen. Oder etwa nicht? (rolf)

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