Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Website. Durch die Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. OK

. .

Schmuckatelier Marion Flethe WerbeFeld

Viele Autobahnbefürworter wurden getäuscht

BrückeHalle (Kaisch). „Das habe ich nicht gewusst.“ Völlig konsterniert steht Paul Planer auf der neuen Autobahnbrücke an der Tatenhausener Straße. Planer ist langjähriges Mitglied des Aktionsbündnisses »A33 am besten schon gestern«  und gehört zu denjenigen, die in vorderster Front für den schnellen Bau der Autobahn gekämpft haben.

„Ich habe immer gedacht, die A33 würde nach dem Prinzip der Carrera-Bahn zusammengesteckt. Sauber, schnell, mit Brücken über kleinen Häuschen und Wäldern – doch jetzt das. Überall werden hier Bäume abgesägt“, sagt er und blickt sich entrüstet um.
Wie der Kaiserschmarrn ermittelte, scheinen tatsächlich viele Autobahnbefürworter einer Täuschung erlegen zu sein. „Wir haben doch alle geglaubt, mit der Autobahn würde alles besser werden. Die Luft sauberer, die Menschen glücklicher und Halle eine schönere Stadt“, erklärt Planer.

Untersuchungen des Instituts für psychologische Verhaltensforschung in Bielefeld haben ergeben, dass diese Einstellung ganz geschickt durch die Benutzung sprachlicher Propagandamittel geschürt wurde. „Gestern erst habe ich auf intensive Nachfrage erfahren, dass diese Grünbrücken ja alle aus Beton sind“, nennt Paul Planer nur ein Beispiel, und das Entsetzen steht ihm ins Gesicht geschrieben.Wie der Kaiserschmarrn recherchierte, ist auch der Ravenna Park kein Park im engeren Sinne, im Baugebiet Weidenkamp finden sich weit und breit keine Weiden und die neue Entlastungsstraße ist nur für einige Menschen eine Entlastung, für andere allerdings eine wahre Belastungsstraße.

Planer glaubt inzwischen nicht mehr an Beteuerungen der Autobahnbefürworter. „Sie haben immer gesagt, die A33 unterhalb der Ravensburg sei die grünste Autobahn Europas und trage den allerhöchsten naturschutzfachlichen An­forderungen Rechnung, die es derzeit auf dem Kontinent gibt.“ Dann überlegt er kurz und fährt fort: „Das ist doch so, als wenn ein Öltanker in der Antarktis havariert und die Ölmultis erklären uns, die Reinigung erfolge nach den derzeit modernsten Methoden, die es auf der Welt gibt.“

Paul Planer hat inzwischen ein neues Aktionsbündnis gegründet. Die Gemeinschaft »A33 sofort fort« freut sich über regen Zulauf.

 

 

 

 

 

Keine Kommentare bis jetzt

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Sie können folgende Tags nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>