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Versmolder verschickt Salamischeibe per Internet

DSC_9061Versmold. Die Computerwelt blickt staunend nach Versmold. Denn dem Peckeloher Jan Strakerjan ist Unglaubliches  gelungen. Reale Dinge per Internet zu versenden hielten Experten bislang für reine Science- Fiction.  Strakerjan aber übermittelte jetzt eine Salami-Scheibe (siehe Foto) als E-Mail-Anhang.

„Mich hat schon immer gestört, dass man zwar umfangreiche und hoch komplizierte Texte sowie vielfarbige Bilder ohne Weiteres versenden konnte, aber bei viel einfacheren Dingen, wie hauchdünnen Salami-scheiben, kapitulieren musste“, berichtet Strakerjan über seine Motivation sich dieser Thematik intensiv zu widmen.

„Dabei ist es doch ganz einfach“, erklärt der 27-Jährige: „Der Geschmack, der Geruch oder auch die Dicke eines Objektes sind nichts weiteres als komplexe Informationen.  Man muss sie nur in eine  computerlesbare Sprache übersetzen.“ Vier Jahre forschte der Versmolder an diesem Problem und präsentierte jetzt die Lösung: „Wir wissen, dass sich Bilder aus einzelnen Bildpunkten, sogenannten Pixeln zusammensetzen. Jedes einzelne Pixel ist definiert durch eine bestimmte Kombination der Grundfarben blau, rot und grün. Mit dem Geschmack ist es ähnlich: Es gibt die Grundkomponenten süß, bitter, sauer und salzig. Ordne ich nun jedem Pixel neben der entsprechenden Farbkombination auch eine ganz bestimmte Kombination dieser Geschmacksrichtungen, erhalte ich einen unverwechselbaren Geschmack. Salami beispielsweise besteht geschmacklich aus 10 Prozent sauer, 10 Prozent süß, 60 Prozent salzig und 20 Prozent bitter“,  erklärt Strakerjahn und ergänzt: „Mit der Dicke und der Konsistenz eines Objektes verhält es sich ähnlich.“

Strakerjan scannte eine original Wiltmann-Salami an einem herkömmlich Flachbrettscanner ein und ordnete anschließend mit der von ihm entwickelten Software »Taste-App« jedem Bildpunkt Geschmacks-, Dicken- und Konsistenzinformationen zu. Eine reine Fleißarbeit, die mehrere Wochen in Anspruch nahm. Doch die Mühen haben sich gelohnt. „Ist das Objekt detailliert beschrieben, kann ich es speichern, vervielfältigen und ausdrucken so oft ich will“, sagt der Computer-Freak. Allerdings ist diese Technologie derzeit nur mit Hochleistungs-Laser-Druckern umsetzbar. „Laserlicht ist das einzig bekannte Medium, das über eine genügend große Speicherkapazität verfügt, um Objekte dieser Datengröße zu transportieren“, sagt Strakerjan. Darüber hinaus gebe es bei herkömmlichen Inkjet-Druckern erhebliche Probleme mit geschmacklichen Beeinträchtigungen durch die Tintenrückstände. Bei Laser-Geräten aber sei der Ausdruck nicht von der Original-Salami zu unterscheiden.

„Mmh, lecker“, sagt Strakerjahn, nachdem er sich eine soeben ausgedruckte Salamischeibe in den Mund gesteckt hat. „Man muss jedoch beim Ausschneiden darauf achten, dass keine Papierreste an der Salami verbleiben“, rät der Peckeloher hier zu besonderer Sorgfalt.

Skeptisch bis ablehnend reagierte der Deutsche Fleischerverband auf die Neuerung. „Wir werden genau prüfen, inwieweit durch die neue Methode Wurstheber-Schutzrechte verletzt werden“, sagte Roman Schuster, Sprecher des Verbandes und sprach in diesem Zusammenhang von wild wuchernder Fleischpiraterie. „Heute ist es die Salami, morgen die Mortadella, übermorgen der Lachsschinken und irgendwann sind es ganze Schweinehälften, die kopiert und schließlich über Wursttauschbörsen im Internet heruntergeladen werden“, sagte Schuster und fügte hinzu: „Das Überleben eines ganzen Industriezweiges steht auf dem Spiel, wenn der Gesetzgeber nicht schnellstens Maßnahmen gegen die Verbreitung von illegalen Wurstkopien auf den Weg bringt.  Bereits morgen will sich die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Bundestages mit dem Problem befassen.

 

Eine Antwort auf “Versmolder verschickt Salamischeibe per Internet”

  1. Hello. remarkable job. I failed to imagine this specific. This is a good story. Thanks!

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