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Steuergelder verschwendet: Kreisverwaltung ertrinkt in Buchstaben

FotoEin Hinweisschild der Straßenverkehrsbehörde Gütersloh an der Tatenhausener Kreuzung (siehe Foto links) sorgt derzeit für Verwirrung. Dort wurde das Wort »voraussichtlich« entgegen der Duden-Empfehlung mit zwei, statt einem »r« geschrieben.
Hat die Bildungsmisere jetzt auch die Kreisverwaltung erreicht? Ist das die bittere Konsequenz  schlechter Pisa-Resultate? Oder ist bei der Schilderproduktion schlichtweg geschlampt worden? Nach zahlreichen Anfragen besorgter Bürger  in der Kaiserschmarrn-Redaktion haben wir recherchiert und sind dabei auf einen unglaublichen Fall von Steuergeldverschwendung in der Gütersloher Kreisverwaltung gestoßen.
Denn der zusätzliche Buchstabe auf dem Hinweisschild ist weder zufällig dorthin gekommen, noch ist er ein Einzelfall. Dem Kaiserschmarrn liegt ein Dokument vor, aus dem eindeutig hervorgeht, dass die Kreisverwaltung bei der jährlichen Buchstabenbestellung schlichtweg zu viele Lettern geordert hat. Das betrifft sowohl Klein- als auch Großbuchstaben. Statt der insgesamt üblichen 175.000 Exemplare lagern in den Depots der Schilderverwaltung nun etwa 1,75 Millionen Buchstaben. Um die daraus entstandenen  Mehrkosten von knapp 200.000 Euro zu vertuschen, soll von höchster Stelle angeordnet worden sein, die überzähligen Buchstaben unauffällig auf Straßen- und Hinweisschildern unterzubringen. Der Kaiserschmarrn ist im Altkreis auf zahlreiche dieser Exponate gestoßen (siehe Fotos).
DSC_4383 geändertDSC_4390 geändertDSC_4388 geänderEin Sprecher der Verwaltung weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Auch der Antrag der Kreisverwaltung, auf dem neuen 20,5 Kilometer langen  Autobahnabschnitt zwischen Borgholzhausen und Bielefeld im Abstand von 100 Metern beidseitig Hinweisschilder auf das Gerry Weber Stadion aufzustellen, habe lediglich logistische Gründe, so heißt es. Die Tatsache, dass der Kreis seinen Lagerbestand hierdurch um etwa 10.000 Buchstaben verringern würde, habe dabei keine Rolle gespielt.

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Indes hat die Kaiserschmarrn-Redaktion erfahren, dass ab Mai diesen Jahres Bußgeldbescheide der Gütersloher Staßenverkehrsbehörde nicht mehr in Briefen verschickt werden sollen. Man plant stattdessen, vor dem Haus der Verkehrssünder entsprechende Hinweistafeln aufzustellen – vorraussichtlich.

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