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SPD sagt Mitglieder-Votum ab: Versmolder Familie entscheidet über Koalitionsvertrag

Koavertrag gestrichenDie Basis ist skeptisch. Die Zustimmung der Genossen zum Koalitionsvertrag ungewisser denn je. Deshalb hat die SPD-Spitze jetzt die Notbremse gezogen und ist von einer Mitgliederbefragung abgerückt. Stattdessen soll es nun ein sogenanntes Repräsentativ-Votum geben.

„Wir haben einen Koalitionsvertrag für die kleinen und fleißigen Leute ausgehandelt“, hatte SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel nach Abschluss der Verhandlungen erklärt und fügte im Gespräch mit dem Kaiserschmarrn hinzu:„Und für die wird repräsentativ und stellvertretend die Versmolder Familie Bloschinsky befragt.“ Gabriel hatte in der SPD-Mitgliederdatei geforscht und war dabei auf die vierköpfige Familie aus Versmold gestoßen. Denn Hans-Jürgen und Jaqueline Bloschinsky sind nur 1,58 Meter und 1,56 Meter groß – kleine Leute eben. Als zusätzlich bekannt wurde, dass die Tochter Sarah (8) jetzt für eine Hausaufgabe ein Fleißsternchen bekommen und der pubertierende Sohn Alexander (14) freiwillig sein Zimmer aufgeräumt hatte, wusste Gabriel: Keine Familie repräsentiert die Zielgruppe der kleinen und fleißigen Leute besser als die Bloschinskys. Sie sollen entscheiden.

Hans-Jürgen Bloschinsky (35) ist sich der Verantwortung für Deutschland  durchaus bewusst. „Wir werden uns noch heute im großen Familienkreis zusammensetzen, um Arbeitsgruppen zu bilden, die den Koalitionsvertrag genau analysieren.“ Weil er mit einer Nachtsitzung rechnet, darf Sarah ausnahmsweise länger aufbleiben. Mit einer schnellen Entscheidung ist dennoch nicht zu rechnen. Denn der Terminkalender der Bloschinskys ist rappelvoll: „Samstag ist Bundesliga, meine Frau verkauft aufm Weihnachtsmarkt und Alexander iss aufer Party. Das wird nix vor nächste Woche“, sagt der 35-jährige Familienvater.  Freitag sind er und seine Familie zudem bei Andrea Nahles zum Essen eingeladen, Sonntag bittet Sigmar Gabriel zum Kaffeetrinken. „Hierbei wird es zu keinerlei Beeinflussung kommen“, versichert Gabriel, fügt aber hinzu: „Doch es muss den Bloschinskys schon klar sein, dass das Schicksal der ganzen SPD, der kleinen und fleißigen Leute und auch das von Andrea und mir nun in ihren kleinen und fleißigen Händen liegt.“

 

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