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Römische Mauer vor dem Marktkaufeingang errichtet

Marktkauf-Neueröffnung

Kein Durchgang: Baudenkmalpfleger haben direkt vor dem Marktkaufeingang die alte römische Grenzmauer rekonstruiert.

Die Stadt Halle hat ein neues Mauerproblem. Nachdem es zuletzt Diskussionen um die Einfriedung des Strecker-Museums gegeben hatte, dürfte nun eine archäologische Weltsensation die Stadtväter in noch größere Schwierigkeiten stürzen. Direkt vor dem nördlichen Eingang des Marktkaufes sind Forscher jetzt bei Bauarbeiten auf die Reste des Limes gestoßen. „Eigentlich sind derartige römische Grenzbefestigungen nur in Süddeutschland bekannt. Wenn sich unsere ersten Vermutungen bewahrheiten sollten, dann muss die römisch-germanische Geschichte neu geschrieben werden“, erklärte der Leiter der Grabungen Prof. Dr. Heinz Schaufelmann vom archäologischen Institut der Universität Osnabrück.

Seinen Einschätzungen nach handelt es sich bei den Fundstücken um Reste einer riesigen Wallanlage, die sich einst von Ibbenbüren über Halle bis nach Sennelager erstreckt hat. Die Steine stammen aus dem  9. Jahrhundert, also etwa jener Zeit, als die Schlacht im Teutoburger Wald stattgefunden hat

Für Schaufelmann ist jetzt schon klar, dass die Grenzmauer an dieser Stelle neu errichtet werden muss und hat am Wochenende bereits direkt vor dem Marktkaufeingang die ersten Meter des steinerenen Bollwerkes von heimischen Denkmalpflegern wiederherstellen lassen. „Keine Frage, diese Mauer ist ein Weltkulturerbe. Da konnten wir nicht warten“, sagt er.  Einwände der Marktkaufbetreiber, dadurch würde der Zugang zum Markt behindert und außerdem gegen das Baurecht verstoßen, will der Archäologe nicht gelten lassen. „Wer bei derart  bedeutenden welthistorischen Entdeckungen das Baurecht bemüht und kleinkariert mit dem Zollstock an die Sache herangeht, ist ein Kulturbanause. Und außerdem haben die Römer hier zweifelsfrei Altrechte“, erklärt er.

Als Beweis will er eine alte Tonscherbe vorlegen, auf der der genaue Verlauf der Mauer im 9. Jahrhundert dokumentiert ist. Das Bauamt der Stadt Halle war auf Anfrage des Kaiserschmarrns zu keiner Stellungnahme bereit. Man wolle zunächst das germanische Baurecht aus der betreffenden Zeit eingehend studieren und zudem Kontakt mit dem italienischen Staat, als legitimen Nachfolger des römischen Reiches, aufnehmen, bevor man eine abschließende Bewertung vornehme, hieß es.

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