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Piumer Schützenfest ist ungültig

Schützenfest ungültiG. König muss seinen Hut nehmen. Foto: © hydebrink - Fotolia.com

Schützenfest ungültiG. König muss seinen Hut nehmen. Foto: © hydebrink – Fotolia.com

Borgholzhausen (Kaisch). Die Borgholzhausener Schützen kommen auch nach dem Schützenfest nicht zur Ruhe. Kaum ist die Aufregung über den juristischen Streit um die Durchführung der Wildside-Party verklungen, bahnt sich neues Ungemach für die Piumer Grünröcke an. Wie die Kaiserschmarrn-Redaktion in Erfahrung gebracht hat, deutet sich an, dass der Ausgang aller Schießen am vergangenen Wochenende für ungültig erklärt werden muss. Nach der Abdankung des alten Königspaares wären die Borgholzhausener Schützen folglich führungslos.

Nach dem Kaiserschmarrn vorliegenden Unterlagen, hatten Anwohner des Schützenhauses Lärmmessungen während des Königsschießens, des Bierkönigschießens und des Kinderkönigsschießens vornehmen lassen. Zudem war bereits am Mittwochabend ein privater Ermittler beauftragt worden, die Einhaltung der zeitlichen Einschränkungen, unter denen das Verwaltungsgericht die Durchführung der Wildside-Party erlaubt hatte, zu kontrollieren.

Ersten Ergebnissen zu Folge hatte der Privatdetektiv noch 4,7 Sekunden nach dem gesetzlichen Zapfenstreich (2 Uhr) für etwa 12,5 Millisekunden Musik am Partygelände gehört und mit einer Audioaufnahme dokumentiert. Beim Königsschießen und dem Bierkönigsschießen war zudem die erlaubte Dezibelzahl mehrfach deutlich überschritten worden.

„Herr Diesen hat in aller Öffentlichkeit eindeutig einen Vogel gezeigt.“

Rechtsanwältin Regina Schlossfrau, die eine Anwohnerinitiative vertritt: „Die Schützen haben eindeutig gegen die gerichtlichen Auflagen verstoßen. Das Schützenfest war folglich illegal. Die Ergebnisse sind somit ungültig und müssen sämtlich annulliert werden.“ Einige Borgholzhausener Bürger fühlen sich zudem durch ein Foto, das in der heimischen Presse erschien, auf eindeutige Weise beleidigt. Auf dem fraglichen Exponat hält Adjutant Jonah von Diesen bei der Präsentation der erfolgreichen Jungschützen deutlich einen hölzernen Adler in der rechten Hand. „Herr Diesen hat hier in aller Öffentlichkeit eindeutig einen Vogel gezeigt. Wem diese Geste gilt, ist natürlich klar“, sagt Schlossfrau und kündigt eine Beleidigungsklage an.

„Wir stehen vor einem Scherbenhaufen“, sagte ein Sprecher des Schützenvereins und fügte hinzu, das ganze Fest innerhalb von 13 Tagen zu wiederholen, so wie es das Vereinsrecht nach Paragraph 47, Absatz 2, verlangt, überfordere viele der Mitglieder schon aus konditionellen Gründen. Außerdem wäre es nicht möglich, kurzfristig die dafür notwendigen Mengen an Bier zu ordern.

Allerdings hat man sich bereits Gedanken über das Schützenfest 2017 gemacht und will auf Hilfe aus der Nachbarstadt zurückgreifen. „Die Idee ist, die umstrittene Hecke in Werther auszugraben und mit ihr das Schützengelände zwecks Schallisolierung zu umfrieden“, erklärte der noch amtierende Schützenkönig Maik Lechtenfeld. Erste Kontakte mit dem Besitzerehepaar seien positiv verlaufen. Allerdings habe es darauf bestanden, die Hecke in Form von aufgerichteten Mittelfingern zu trimmen, die in Richtung der Böckstiegelstadt zeigen sollen. „Um erneute Klagen auszuschließen, werden wir rechtlich abklären lassen, ob das den Tatbestand der Beleidigung erfüllt oder noch vom Recht auf Kunstfreiheit gedeckt wird“, erklärte Lechtenfeld.

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