Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Website. Durch die Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. OK

. .

Schmuckatelier Marion Flethe WerbeFeld

Pegida distanziert sich von Heiligen drei Königen

Nicht integraionswillig: Lange Bärte, Turbane, Kamele © honeyflavour - Fotolia.com

Nicht integrationswillig: Lange Bärte, Turbane, Kamele. © honeyflavour – Fotolia.com

Die Bewegung »Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes« (Pegida) hat ein neues Feindbild entdeckt: Die Heiligen drei Könige. „Sie sind ein Menetekel dafür, wie weit die Islamisierung des Abendlandes bereits an das Zentrum des Christentums herangerückt ist“, sagt Kurt Krabbich, Pegida-Sprecher für den Kreis Gütersloh, und fügt erklärend hinzu: „Drei Männer aus dem Morgenland kommen direkt bis an die Krippe Christi. Ja geht’s denn noch?“

Den Einwand, dass es den Islam zu Zeiten Christi Geburt noch nicht gegeben habe, will Krabbich nicht gelten lassen. „Das war doch schon immer das gleiche Gesocks. Früher wie heute. Lange Bärte, Turbane und Kamele. Und ein Schwarzer war auch noch dabei. Das passt einfach nicht in unsere abendländische Kultur“, erklärt der 56-Jährige kopfschüttelnd.

Säuberungsaktion für deutsche Krippen

Nach Informationen des Kaiserschmarrns plant Pegida eine groß angelehnte Säuberungsaktion deutscher Krippen. Unter dem Motto »Finger weg vom Jesuskind« fordert sie alle patriotischen Europäer auf, Caspar, Melchior und Balthasar nicht mehr länger in weihnachtlichen Krippen zu tolerieren und die Figuren zu entfernen. „Wir haben ja grundsätzlich nichts gegen Menschen aus anderen Kulturen. Doch sie müssen bereit sein, sich einzufügen. Aber das sind die Heiligen drei Könige eben nicht. Sie tragen lange Gewänder, salafistische Bärte und sind teilverschleiert“, sagt Krabbich.

Gebeine raus aus dem Kölner Dom

In einer Petition fordert Pegida die Bundesregierung dazu auf, den in einigen Bundesländern herrschenden Feiertag »Heílige drei Könige« ersatzlos zu streichen.  Am ersten Weihnachtsfeiertag ist zudem eine Großdemonstration auf der Domplatte geplant. „Es kann doch nicht sein, dass die Gebeine dieser offensichtlich nicht integrationswilligen Migranten auch noch im  Kölner Dom aufbewahrt und verehrt werden. Wie weit ist denn die Selbstachtung des Abendlandes schon gesunken“, fragt sich Krabbich und schüttelt erneut den Kopf. Noch einmal betrachtet er zufrieden seine königsfreie beleuchtete Weihnachtskrippe und zuckt erschrocken zusammen. Dann murmelt Krabbich: „Maria und Josef. Kopftuch, langer Bart. Müssen weg…“

6 Antworten auf “Pegida distanziert sich von Heiligen drei Königen”

  1. Lars sagte:

    Lustig. PEGIDA entpuppen sich als genau die Religions-Faschisten die sie bekämpfen wollen. Der Einfluss der AfD mit allen Peinlichkeiten und Absurditäten ist zu spüren.

  2. Anja sagte:

    Konsequent sind diese Pegida-Leute aber auch nicht. Wahrscheinlich hat auch Jesus, sofern als historische Person gedacht, einen Bart und landesübliche Bekleidung getragen. Nicht zu vergessen, dass Jesus jüdischen Glaubens war. Konsequent wäre es, wenn Pegida sich ganz vom Christentum lossagen würde und gemäß ihren Wertvorstellungen zu den germanischen Gottheiten zurückkehrt. Also, liebe Pegida-Demonstranten, schmeißt die Krippen aus Euren Wohnzimmern, tretet aus der Kirche aus und feiert statt Weihnachten die germanische Winntersonnwende. Ansonsten kann man Euch doch gar nicht ernst nehmen.

  3. Lessi sagte:

    Wir hetzen gegen Pegida und beschimpfen seine Anhänger und dafür ist uns keine Teilwahrheit und kein zurechtgedrehtes Argument zu doof.
    Viele Grüße Eure Medien, Politiker, Kaiserschmarrn usw. usf.

  4. News:

    Pegida zweifelt daran, dass das Jesuskind wirklich von Maria und Joseph stammt. Maria wurde 10 Monate vorher mit Melchior in einem Dessouladen gesehen. Somit waren die drei Könige nicht nur zu Gast, sondern sie haben sich in das Leben von Maria und Joseph eingemischt. Pegida fordert einen DNA Test, sollte dieser nicht mehr möglich sein so wäre das wieder einmal ein handfester Skandal der die Menschheit erschüttern könnte.

    Die Weihnachtsgeschichte muss dann komplett umgeschrieben werden.

  5. Christkind sagte:

    In jeder Satire steckt ein Funken Wahrheit! Die Pegida-Polemik gegen eine angebliche „Islamisierung des Abendlandes“ ist so widerwärtig und hinterhältig, da braucht es schon Mal den Spiegel der Kunst, um zu zeigen, wo die Widersprüche liegen… Wer sich hinter solche ausländerfeindlichen und rassistischen Parolen stellt, wie sie Pegida auf ihren „Spaziergängen“ verbreitet und dann auch noch glaubt, damit etwas gegen die Unmündigkeit und Ungleichheit in unserem Land zu tun, der ist einfach nur verloren.

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Sie können folgende Tags nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>