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Pädagogen sind erschüttert: i-Männchen können nicht lesen und schreiben

© PhotographyByMK - Fotolia.com

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Die Grundschulen im Altkreis schlagen Alarm. Nie war das Bildungsniveau der Erstklässler so schlecht wie in diesem Jahr. Das sind die ersten Erkenntnisse einer Studie, an der in der vergangenen Woche 350 i-Männchen in Halle, Versmold, Werther und Steinhagen teilgenommen haben. „Demnach können 95 Prozent der neu eingeschulten Kinder nicht lesen und schreiben“, erklärte die Leiterin der Studie, Dr. Anke Pädagott, und fügte hinzu: „Die meisten von Ihnen erkennen nicht einmal einzelne Buchstaben. Denen können sie ein X für ein U vormachen.“ Mit einfachen lautmalerischen Übungen  wie „Dö, Gö, Bö, Tö oder FFFFFFF“ müssen diese Kinder erst mühsam die Grundlagen des Buchstabierens erlernen.

Auch die mathematischen Fertigkeiten sind nach Erkenntnissen der Studie katastrophal. „Von Mathematik kann hier nicht gesprochen werden. Denn die Probleme fangen schon bei ganz elementaren Rechenoperationen an“, sagt Dr. Pädagott und fügt erklärend hinzu: „Nur ganz wenige Erstklässler können beispielsweise bis 32 zählen. Gerade einmal zwei Prozent lösen Additionsaufgaben im Bereich  bis zehn. Und auch die müssen dabei die Finger zu Hilfe nehmen“, ist Dr. Pädagott erschüttert über diese Ergebnisse und fasst sie zusammen: „Auf uns rollt eine gesellschaftliche Lese- und Rechtschreib- und Rechenschwäche zu.“

Nicht besser ist es um die geschichtlichen und geographischen Kenntnisse der i-Männchen bestellt. „Keines der Kinder kannte etwa die Hauptstadt von Bolivien, keines konnte genau das Ende des zweiten Weltkrieges datieren. Diese Kinder sind völlig ahnungslos. Da verwundert es nicht, wenn viele nicht einmal wissen wie spät es ist“, so Dr. Pädagott.

Diese Defizite könne die Schule mit ihren Möglichkeiten nicht ausgleichen. Vielmehr sei eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung notwendig, um dem Problem Herr zu werden. Hier stünden vor allem die Eltern in der Pflicht. Dr. Pädagott: „Aber auch im Kindergarten muss regelmäßig Deutsch-, Mathematik- und Informatikunterricht angeboten werden.“ Ansonsten sehe sie die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands akut gefährdet.

 

 

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