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NRW-Polizei wird mit Lassos ausgerüstet

Auch in Deutschland: Sheriffs werden mit Lassos ausgestattet. Foto: © eunikas - Fotolia.com

Auch in Deutschland: Sheriffs werden mit Lassos ausgestattet. Foto: © eunikas – Fotolia.com

Halle (Kaisch). Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen hat auf die jüngsten Warnschüsse, die ein Haller Polizist bei der Verfolgung eines Graffiti-Sprayers abgegeben haben soll, schnell reagiert. Nach exklusiven Informationen der Kaiserschmarrn-Redaktion ist geplant, die Beamten landesweit mit zusätzlichen Hilfsmitteln auszustatten.

„Die Reaktion des Polizisten, der Warnschüsse abgegeben hat, ist durchaus verständlich. Einerseits wollte er den flüchtenden Täter stellen, ihm andererseits wegen der Unsicherheit hinsichtlich einer möglichen Bewaffnung auch nicht zu nahe kommen“, schildert Ministeriumssprecher Thomas Töner das Problem.

Verlängerter Arm des Cowboys

Um Einsatzbeamten zukünftig einen Ausweg aus dieser Misere zu bieten, sollen Polizisten ab Januar 2017 nach und nach mit Lassos ausgerüstet werden. „Der verlängerte Arm der Cowboys wird also zukünftig zum verlängerten Arm der Bullen“, sagt Töner und lacht. Dann fügt er hinzu: „Nein, ganz im Ernst, jetzt können flüchtende Sprayer mit einem Lassoschwung gestellt werden.“ Im Zuge der Ausbildung werden angehende Polizeibeamte zukünftig eine Woche auf einer Rinderfarm in Castrop-Rauxel in die Technik des Lassowerfens (Roping) eingeführt. Sukzessive sollen auch alle anderen Beamten in einem Wochenendkurs an der Fachschule für Agrarwirtschaft in Borken die grundlegende Techniken des Ropings erlernen.
„Ziel ist es, dass bis Juli kommenden Jahres in jeder Streifenwagenbesetzung mindestens ein Beamter des Lassowerfens mächtig ist“, sagt Töner und lässt durchblicken, dass die neue Fangtechnik auch Auswirkungen auf die Fahrzeugflotte der NRW-Polizei haben wird. Neue Streifenwagen werden ab sofort nur noch in Cabriolet-Version angeschafft. Spätestens ab März 2018 soll die gesamte Pkw-Flotte umgestellt sein.

Umrüstung auf lassofähige Fahrzeuge

„So steht allen Polizisten bald ein lassofähiges Fahrzeug zur Verfügung. Damit können die Beamten zukünftig flüchtige Täter noch aus dem Fahrzeug heraus an die Leine legen“, erklärt der Sprecher des Innenministeriums.
Auch das Problem einer bei heruntergeklapptem Dach fehlenden Tragfläche für das Blaulicht ist inzwischen gelöst: „Der fahrende Beamte schnallt sich das Warnlicht zukünftig einfach auf den Kopf – und fertig ist die Laube“, sagt Töner. Deutliche Arbeitserleichterung gibt es auch bei den Verfolgungsjagden per pedes. „Wir haben Fieberglas-Sprungschienen getestet. Mit diesen sogenannten Siebenmeilenstiefeln können Beamte auf ebener Strecke Geschwindigkeiten von bis zu 45 Stundenkilometern erreichen und sich dem Flüchtigen schnell in Lassoreichweite nähern“, verspricht Töner.
Forderungen der Gewerkschaft der Polizei, die Beamten zusätzlich zum Lasso auch mit Brandzeichen auszustatten, um gestellte Täter eindeutig zu markieren, erteilt er allerdings eine klare Absage: „Das ist absoluter Bullshit. Wir sind doch nicht im Wilden Westen. Auch wenn der letzte Cowboy aus Gütersloh kommen soll.“ (Idee: Christian Mörke).

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