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Keine Angst vor dem bösen Wolf

Er ist wieder da: Naturschützer und Jäger erklären, wie sich Spaziergänger und Wanderer sich Wölfen gegenüber verhalten sollen. Foto: © hkuchera - fotolia.com

Er ist wieder da: Naturschützer und Jäger erklären, wie sich Spaziergänger und Wanderer Wölfen gegenüber verhalten sollten. Foto: © hkuchera – fotolia.com

Altkreis Halle (Kaisch). Der Wolf ist im Kreis Gütersloh angekommen. Der Naturschutzbund und die Kreisjägerschaft haben aus diesem Anlass ein Heft mit Verhaltensregeln entworfen, falls es zu einem Kontakt mit einem Tier kommt. „Wenn Jogger oder Spaziergänger sich daran halten, wird es keine Probleme mit Wölfen geben“, sagt Rudi Rufer, Vorsitzender des Vereins für die Wiedereingliederung des Wolfes (VfdWdW).

„Da der Wolf den Menschen jedoch nur noch aus dem Märchen kennt, tritt er uns angesichts der dort beschrieben Gräueltaten sehr misstrauisch entgegen. Um sein Vertrauen zu gewinnen, ist es ratsam, im Wald stets einige Leckerli in Form von Trockenfutter oder auch, wenn zur Hand, gut abgehangene Schweinehälften dabeizuhaben“, sagt Rufer, der sich nach eigenem Bekunden entgegen anderslautender Meldungen selbst nie einsam im Wald aufhält.

Wichtig sei auch, die Tiere zu loben, falls sie ihrem Instinkt folgend einen Wanderer umkreist haben. „Ein »Das habt ihr aber fein gemacht« hat oft schon Wunder bewirkt und nicht selten die Wolfsattacke angenehmer als gewöhnlich ausfallen lassen“, erklärt der VfdWdW-Vorsitzende und fügt hinzu: „Vor allem dann, wenn das Lob mit freundlicher, hoher Stimme ausgesprochen wird.“

Rufer rät hingegen eindringlich davon ab, vor einem sich nahenden Wolf zu flüchten. „Keine Chance“, räumt der Experte einem solchen Ansinnen ein. „Der holt Sie schneller ein, als Sie glauben. Nicht umsonst gibt es die Redewendung „sich einen Wolf laufen“.

Auch auf Rufe wie „Aus“, „Sitz“ oder „Platz“ reagieren wilde Wölfe nach Einschätzung Rufers höchst unwillig. „Sie sollten auch nicht versuchen, einen Wolf zu streicheln. Jungtiere würden danach aufgrund des Menschengeruchs aus dem Rudel ausgestoßen. Menschen droht sogar, wegen fehlender Gliedmaßen aus dem Leben ausgestoßen zu werden“, weiß Rufer aus überlieferten Berichten früherer Generationen.

Trotz positiver Erfahrungen aus Italien sei es nicht zu empfehlen, Wolfsmilch zu gewinnen. Auch Beschreibungen aus Hollywood, nach denen Wölfe einem Tänzchen dann und wann nicht abgeneigt sind, steht Rufer skeptisch gegenüber.

Dass die Vorfahren des Hundes ähnlich wie Stiere aggressiv auf rote Kleidung reagieren, hält er trotz einer vielfach verbreiteten Nachricht ebenfalls für ein Märchen. „Sollten Sie jedoch beim Besuch von alleinstehenden älteren Damen bemerken, dass diese plötzlich ungewöhnlich lange Nasen und eine starke Gesichtsbehaarung besitzen, ist Vorsicht geboten. Es ist nicht auszuschließen, dass der Wolf in den vergangenen Jahrhunderten sein Jagdverhalten der allgemeinen Erwartungshaltung angepasst hat“, so Rufer. Dringend rät er davon ab, dem Wolf im Schafspelz zu begegnen. Das sei in den meisten Fällen ungünstig, weil es den Jagdinstinkt der Tiere für den Wanderer ungünstig beeinflussen könne.

In der kommenden Woche veranstaltet der VfdWdW im Möbelhaus Vollmer in Halle einen Informationsabend zum Thema »Wolf«. „Hierbei geht es neben allgemeinen Verhaltensregeln auch um die wolfsgerechte Ausstattung von Haus und Garten. Dabei werden verschiedene Standuhrmodelle vorgestellt, die wolfsgerechte Anlage von Brunnen erklärt und Wackersteine verkauft“, erklärt der Wolfsexperte.

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