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Hörster Sieg über Coesfeld ist ungültig

Schwindelig gespielt: Max Schäper und die TG Hörste haben Coesfeld auseinandergenommen. Foto: André Schneider

Schwindelig gespielt: Max Schäper und die TG Hörste haben Coesfeld auseinandergenommen. Foto: André Schneider

Hörste. Zu früh gefreut. Der 44:11-Kantersieg des Handball-Landesligisten TG Hörste über SC DJK Coesfeld wird annulliert. Das hat jetzt Staffelleiter Friedel Kreisemüller auf Anfrage des Kaiserschmarrns bestätigt. Der Grund: Coesfeld reichte einen Tag nach dem Spiel zwölf Krankenatteste ein, die dokumentieren, dass Gästespieler während der Partie erhebliche gesundheitliche Schäden davongetragen haben.

„In diesem Fall kommt Paragraph 324, Absatz 4, der Spielordnung des Westdeutschen Handballverbandes zur Anwendung. Unter der Überschrift »Gefahrenabwehr« wird genau dieser Fall behandelt“, erklärt Kreisemüller. Demnach ist ein Spiel, in dem eine Mannschaft körperliche Schäden davontragen könnte, abzubrechen und zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. „Dadurch sollen unter anderem auch schwächere Mannschaften, sogenannte Randtruppen, geschützt werden“, erklärt der Staffelleiter.

Nach seinen Angaben sind einige Coesfelder Spieler direkt nach dem Schlusspfiff von Torkel- und Taumelattacken heimgesucht worden sein. „Hörste hat sie schlichtweg schwindelig gespielt“, berichtet Kreisemüller kopfschüttelnd. Fünf Akteure klagen zudem über schmerzhafte Schleudertraumen der Halswirbelsäule. Hierbei handelt es sich um jene Spieler, die lange auf der Bank gesessen und dabei versucht haben, die Hörste Gegenstöße zu verfolgen. Besonders schlimm hat es den Coesfelder Torhüter erwischt, der einen Bandscheibenvorfall durch permanentes Bücken nach dem Ball erlitten haben soll. Auch das Gutachten eines Psychologen liegt vor. Darin wird beschrieben, dass sich alle Spieler „wie auseinandergenommen“ fühlen.

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Kanterseig: Auch beim Spielstand von 25:3 ließen Sebastian Wörmann und die TG nicht locker. Foto: André Schneider

„Es ist mir unerklärbar, dass die Schiedsrichter diese Entwicklung nicht haben kommen sehen“, erklärt Kreisemüller und schüttelt erneut mit dem Kopf. Nach Informationen des Kaiserschmarrns soll der Coesfelder Betreuer beim Stand von 0:17 mehrfach versucht haben, als Zeichen der Aufgabe, ein weißes Handtuch auf das Spielfeld zu werfen, war dabei aber, ähnlich wie seine Spieler vor dem Hörster Tor, immer wieder gescheitert.

„Vor diesem Hintergrund und im Sinne einer rückwirkenden Gefahrenvorbeugung blieb mir keine andere Wahl, als das Spiel neu anzusetzen“, erklärt Kreisemüller. Ob das Nachholspiel jedoch tatsächlich stattfinden kann, ist höchst fraglich. Denn TG-Trainer Thomas Lay hat bereits angekündigt, dann werde sein Team noch mehr Tempo machen und die Gäste noch schwindeliger spielen. Kreisemüller: „In diesem Fall käme Paragraph 324, Absatz 8c, zur Anwendung. Er besagt, dass bei drohenden körperlichen Schäden für die Spieler eine Ansetzung abgesetzt und zum späteren Zeitpunkt neu angesetzt werden muss.“ Wann diese neue Ansetzung stattfindet, und ob sie tatsächlich umgesetzt werden kann oder erneut abgesetzt werden muss, steht noch nicht fest.

 

 

 

 

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