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Handball-WM in Katar abgesagt

Der Ball ruht: Die Handball-WM in Katar findet nicht statt.  © roostler - Fotolia.com

Der Ball ruht: Die Handball-WM in Katar findet nicht statt. © roostler – Fotolia.com

Katar. Schock für alle Handball-Fans. Die Weltmeisterschaft in Katar, die ursprünglich kommenden Donnerstag beginnen sollte, ist kurzfristig abgesagt worden. Grund dafür sind finanzielle Probleme des Handball-Weltverbandes (IHF). Der hatte in einer heftig kritisierten Entscheidung dem deutschen Team, das die sportliche Qualifikation verpasst hatte,  eine Wildcard gegeben und dafür die bereits qualifizierten Australier vom Turnier ausgeschlossen. Offensichtlich, um sich höhere Werbe- und TV-Einnahmen im Handball-Land Deutschland zu sichern. Doch nachdem die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF auf eine Übertragung verzichtet haben und die WM nur im Pay-TV zu sehen ist, geht diese Rechnung nun offenbar nicht mehr auf.

„Uns fehlen etwa 25 Millionen Euro“, erklärte IHF-Sprecher Sören Jebbsen. Geld, das der Verband jedoch dringend für Zuwendungen an Schiedsrichter benötigt, um das Team des Gastgebers möglichst lange im Turnier zu halten. „Ohne diesen monetären Rückenwind scheidet Katar schon in der Vorrunde aus, und das restliche Turnier wird anschließend vor leeren Rängen stattfinden“, prophezeit der IHF-Sprecher.

Dabei hatten die Organisatoren mit einer ungewöhnlichen Maßnahme bereits sichergestellt, dass die WM-Spiele doch noch vor respektablen Kulissen stattfinden. „Wir haben die Arbeitskräfte aus Indien und Pakistan, die im Stadionbau für die Fußball-WM arbeiten, verpflichtet, nach ihrem 16-stündigen Arbeitstag noch mindestens zwei Handballspiele zu besuchen. Das ist ohne weiteres möglich, da sie keine Arbeitsverträge besitzen und als Rechtlose sowieso nicht widersprechen dürfen“, erläuterte Jebbsen und ergänzte: „Denn das Interesse am Handball im Emirat ist gleich null und bezieht sich, wenn überhaupt, nur auf das eigene Team.“ Scheidet Katar nun früh aus, müssten die Organisatoren noch mehr Arbeiter zum Zuschauen verpflichten. Das aber würde den engen Fahrplan für die Fußball-WM gefährden. „Doch die geht natürlich klar vor“, so der Sprecher.

Aus diesem Grund sagte die IHF am späten Montagabend das Turnier komplett ab. Einen Weltmeister wird es dennoch geben. Hier geht der Verband konsequent den eingeschlagenen Weg weiter, den man mit willkürlichen Entscheidungen für Deutschland und gegen Australien eingeschlagen hat. „Wir werden den Weltmeister bestimmen“, verlautete es aus Kreisen des IHF-Präsidiums. Dem DHB, als zahlungskräftigsten Verband, räumen die Buchmacher seit gestern wieder erstklassige Chancen auf den dritten WM-Titel ein.

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