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Halle will Freie Kreisstadt werden

Die Stadt Halle holt zum Rundumschlag aus. Nachdem Landrat Sven-Georg Adenauer angekündigt hat, gegebenenfalls gegen eine Gesamtschule in Halle klagen zu wollen, fühlt die Stadt ihre Interessen in Gütersloh nicht mehr hinreichend vertreten. „Erst quetschen sie uns aus, dann zerrt der Landrat uns vor Gericht“, hieß es aus dem Rathaus. Schon die Steigerung der Kreis- und Jugendamtsumlage in Millionenhöhe hatte bei den Stadtvertretern für Unmut gesorgt. Mit der Klagedrohung ist das Fass nun übergelaufen.

Bereits in der vergangenen Sitzung des Finanz- und Hauptausschusses waren Stimmen laut geworden, die einen Ausstieg aus dem gemeinsamen Jugendamt gefordert hatten. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wie der Kaiserschmarrn exklusiv erfuhr, plant Halle dem Kreis Gütersloh ganz den Rücken zuzukehren. „Eine Stadt mit diesem Gewerbesteueraufkommen, mit zukünftig drei Autobahnauffahrten, einem riesigen Stadion und dem modernsten Supermarkt Deutschlands muss einfach Kreisstadt werden“, sagte ein Sprecher der Stadt. Die mögliche Gütersloher Klage gegen die Gesamtschule ist mit dieser Entscheidung wirkungslos. „Jetzt bestimmen wir ganz alleine. Da kann Adenauer klagen so viel er will“, heißt es im Rathaus hinter vorgehaltener Hand. Denn Kreisgymnasium und Berufskolleg sollen sofort nach der Haller Unabhängigkeitserklärung in die Trägerschaft der neuen Kreisstadt überführt werden.

In einem weiteren Schritt wird nach ersten Plänen im Rathaus wieder das Straßenverkehrsamt Einzug halten. Schon ab Februar sollen dort Nummernschilder mit dem alten Kennzeichen HW ausgegeben. Den angrenzenden Städten und Gemeinden Borgholzhausen, Werther, Steinhagen und Versmold soll zudem ein Angebot gemacht werden, sich dem Kreis Halle anzuschließen und damit den Altkreis in den Grenzen von 1972 wieder aufleben zu lassen. „Halle war 157 Jahre lang Kreisstadt und soll es nun wieder werden“, sagte ein Sprecher der Stadt.

Ob Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann dann zur Kreismeisterin aufsteigt oder sogar Landrätin wird, ob der Haller Taler zukünftig den Euro als offizielles Zahlungsmittel ablöst und die Ravensburg zur Fluchtburg und zum ständigem Regierungssitz der Freien Kreisstadt Halle ausgebaut wird, um möglichen Angriffen aus dem Südkreis zu trotzen? Diese und andere Fragen werden derzeit intensiv im Rathaus erörtert.

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