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Halle bekommt eigene Käserei

© ServiceP - Fotolia.com

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„Das passt wie die Faust aufs Auge“, sagt Heini Schemel und setzt zu einem Grinsen an, das fast bis zu den Ohren reicht. „Das haut hin“, bekräftigt er noch einmal und lässt die Katze aus dem Sack: „Hier in Halle, da ist schon so viel Quark gemacht worden, da fehlt nur noch eine richtige Käserei.“ Heini Schemel hat auch schon eine genaue Vorstellung davon, wo er künftig seinen Käse professionell machen will: Zwischen Ravenna-Park, Autobahn, Entlastungsstraße und Weidenkamp. „Da ist genau der richtige Platz, um klasse Käse zu machen“, sagt Schemel und grinst sich eins: „Bei dem Verkehr, der da künftig herrschen wird, kann man doch sowieso nichts mehr anbauen“, sagt der Käsespezialist und steigt tief in die Materie ein. Sicher sei in Halle und Umgebung schon an vielen Stellen Quark und Käse gemacht werden, doch da waren nach Heinis Ansicht reine Amateure am Werk. „Wenn das was werden soll, dann muss man Profis ranlassen“, sagt Schemel mit gewichtigem Unterton und bekräftigt: „Ich habe in meinem Leben schon reichlich Käse gemacht, davon kann sich Halle eine ordentliche Scheibe abschneiden.“

Dünnbrettborer gesucht
© Markus Mainka - Fotolia.com

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Bei seinem großspurigen Projekt will der professionelle Käsemacher in die Vollen gehen und richtig ranklotzen. „Zehn Hektar brauche ich da schon – aber das ist in Halle ja kein Problem. Die sind doch für jeden Käse zu haben“, sagt Schemel und grinst wieder so breit, dass man unweigerlich Angst um seine Ohren bekommt. „Wenn ich diesen Käse erstmal im Sack habe, dann rühr ich den Kessel hier richtig um“, bekräftigt Schemel und tischt gleich noch eine weitere unternehmerischen Visionen auf. „Ist doch geschmeidig wie Schmierkäse“, prustet Heini und klopft bedeutungsschwanger auf den Tisch des Hauses: „Alle glauben, hier werden ganz dicke Bretter gebohrt, aber das ist totaler Quark. Man sieht doch ganz deutlich, dass hier viele Dünnbrettbohrer am Werke sind, und die brauchen dingend Nachschub.“ Gleich neben seiner Käserei will Schemel spätestens bis 2019 ganz dünne Bretter produzieren. „Wenn die Autobahn dann wirklich durch sein sollte, muss die Produktion laufen. Dann wird hier doch wieder gebohrt, was das Zeug hält“, sagt Schemel und fängt wieder bedrohlich an zu grinsen: „Käse und dünne Bretter, das kommt hier ganz geschmeidigt.“

Auch Flachpfeifen werden gebraucht
Sollten die beiden Geschäftsmodelle nicht wie erhofft zünden, dann hat Schemel noch Plan B in der Tasche: „Dann produziere ich eben Flachpfeifen, die werden hier in der Gegend immer gesucht.“ Er kenne einige, die da großen Bedarf hätten. Doch mehr will Heini Schemel heute nicht mehr verraten. „Man muss vorsichtig sein – die Konkurrenz schläft schlecht“, sagt der Unternehmer und verabschiedet sich für heute. Es ist spät geworden und Heini Schemel muss zur Arbeit. Noch bildet er in intensiven Selbsterfahrungskursen Nachtwächter für die Lindenstadt aus. Doch das hat keine Zukunft mehr. Die trifft man mittlerweile fast an allen Ecken und das zu jeder Tageszeit! (rolf)

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