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Gabriel plant freiwillige Rente ab 85

 © ccfranken - Fotolia

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Altkreis Halle (Kaisch). Bundesagenturchef Weise hat gefordert, aufgrund des Fachkräftemangels die freiwillige Rente ab 70 einzuführen. Schon das hat für kontroverse Diskussionen gesorgt. Jetzt hat der Kaiserschmarrn exkluisv erfahren, dass diese Pläne, die ursprünglich im BundeswIrtschaftsministerium (BMWi) gediehen sind, noch viel weiter reichen. Demnach plant Minister Sigmar Gabriel, das freiwillige Rentenalter bis 2020 stufenweise auf 85 Jahre anzuheben. Das BMWi hat deshalb bereits großangelegte Rekrutierungsaktionen in Altenheimen und Seniorentagesstätten gestartet. „Viele der 70- bis 85-Jährigen würden doch gerne weiterarbeiten, und in diesem Wunsch wollen wir sie auch nach besten Kräften unterstützen“, erklärte ein Ministeriumssprecher. Unter dem Motto: „Wir rüsten Ihren Rolli zum Gabelstabler auf“ und „Inkontinenz bedeutet noch lange nicht Inkompetenz“ wollen Gabriel und sein Team die Aufbaugeneration dieses Landes wieder in Lohn und Brot bringen.

„Das ist eine Win-Win-Situation. Die Wirtschaft bekommt dringend benötigtes Fachpersonal und viele ältere Menschen haben die Gelegenheit, ihre Rente aufzubessern“, erklärte Ministeriumssprecher Theo Weltfremd. Als geradezu visionär bezeichnet er in diesem Zusammenhang die Entscheidung der damaligen rot-grünen Koalition unter Kanzler Gerhard Schröder, das Rentenniveau drastisch zu kürzen: „Nur weil viele Menschen von ihrer Rente und der lächerlichen Riester-Aufbesserung nicht mehr leben können, haben wir heute die Gelegenheit, diese Generation wieder für den Arbeitsmarkt zu begeistern. Danke Gerhard.“

Die Gewerkschaften kritisieren, die Pläne seien unsinnig, da schon heute ohnehin nur ein Drittel der über 60-Jährigen sozialversicherungspfichtig beschäftigt sind. Außerdem hätten Personen, die mit harter körperlicher oder psychischer Belastung in ihrem Arbeitsleben zu kämpfen hatten, aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr die Wahl, in den Job zurückkehren. Dazu der Ministeriumssprecher: „Aus unserer Sicht ist das ist eine reine persönliche Abwägungssache. Will ich als Rentner mehr Geld, dann darf ich mich auf meinen Lorbeeren eben nicht ausruhen, sondern muss mich mehr anstrengen, und das tut halt manchmal weh. Schmerzen und Geld oder aber ein relativ beschwerdefreies Dasein in Armut – das ist eine Entscheidung, die nur die Betroffenen treffen können. Die Einführung Rente ab 70, 75 oder 85 aber gibt ihnen erst die Chance zu dieser Entscheidung.“

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