Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Website. Durch die Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. OK

. .

Schmuckatelier Marion Flethe WerbeFeld

Frauenfeindliche Aktionen in Künsebeck

Auf der Bühne herumgesprungen: Unter dem Gejohle der Besucher präsentierte sich eine Gruppe Frauen in kurzen Röckchen. Foto: © Farina3000 - Fotolia.com

Auf der Bühne herumgesprungen: Unter dem Gejohle der Besucher präsentierte sich eine Gruppe Frauen in kurzen Röckchen. Foto: © Farina3000 – Fotolia.com

Halle-Künsebeck (Kaisch). Wie erst jetzt bekannt wurde, ist es am vergangenen Wochenende in Künsebeck zu frauenfeindlichen Aktionen gekommen.  „Es war fürchterlich“, berichtet eine Betroffene, die im Landhotel Jäckel versehentlich in eine Horde von etwa 300 Männern geraten war.
„Es begann ganz harmlos. Zunächst haben sie nur getrunken und gesungen. Dann hat sich plötzlich jemand auf die Bühne gestellt und eine nach der anderen frauenfeindlichen Bemerkung rausgehauen. Die Atmosphäre ist immer bedrohlicher geworden“, sagt Birgit F. (Name ist der Kaiserschmarrnredaktion bekannt).

Die Angst, die sie dabei auszustehen hatte, ist ihr auch eine Woche später noch immer anzumerken. Anschließend, so Birgit F., seien wiederholt spärlich bekleidete junge Frauen in kurzen Miniröcken auf die Bühne gekommen, aufreizend herumgesprungen und hätten unter dem Gejohle der Männer immer wieder die Beine provokant in die Luft geworfen. „Ich vermute, dass sie das nicht freiwillig getan haben oder zumindest dafür bezahlt wurden“, sagt Birgit F. und fügt hinzu: „Das schlimmste aber war, dass zwischen den  Darbietungen eine am Ende nur noch mit einem Feigenblatt bekleidete junge Frau über die Bühne tänzelte. Das sogenannte Nummerngirl war die Attraktion dieser Herrensitzung und musste sich dabei ein ums andere Mal anzügliche Bemerkungen und Pfiffe von den Herren anhören“, sagt Birgit F.

Der Skandal aber ist, dass Birgit F. mehrfach an diesem Abend die Haller Polizei telefonisch über die bedrohliche Stimmung informiert hat, sie jedoch ein ums andere Mal mit Worten vertröstet wurde: „Beruhigen Sie sich. Am Aschermittwoch ist alles vorbei . „Keiner wollte mir helfen. Nicht einmal die Videos und Fotos, die ich gemacht habe, wollten sie sich ansehen. Aber vermutlich hätten das auch nichts genützt, die meisten der Männer waren verkleidet oder hatten zur Tarnung bunte Kappen aufgesetzt.

Daher haben die Frauen in Künsebeck die Sache nun selbst in die Hand genommen und eine Woche später an gleicher Stelle im Rahmen einer Frauensitzung das ungebührliche Verhalten der Männer eingehend besprochen. Dabei soll es, so Augenzeugen, hoch hergegangen sein. Die detaillierten Resultate der Aussprache lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Keine Kommentare bis jetzt

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Sie können folgende Tags nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>