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Flüchtlingsheime lassen Immobilienpreise purzeln

© Benjamin Haas - Fotolia

Foto: © Benjamin Haas – Fotolia.com

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Steinhagen (Kaisch). Neue Hoffnung für Steinhagens Bürgerinnen und Bürger, die in Sorge sind wegen der geplanten Flüchtlingshäuser an der Bahnhofstraße. Unterstützung erhalten sie jetzt von der Deutschen Grundstücksmakler Union (DGU), die in einer bundesweiten Erhebung untersucht hat, wie Einrichtungen und Mietergruppen die Immobilienwerte in der Nachbarschaft beeinflussen. „Erstmals liegt jetzt belastbares Zahlenmaterial vor“, sagt Friedhelm Feist von der DGU und fügt hinzu: „Und das beweist eindeutig, Flüchtlinge in der Nachbarschaft sind ein Griff ins Portemonnaie von Grundstücksbesitzern.“

Nach den Untersuchungen der DGU mindert eine forensisch-psychatrische Klinik die Immobilienpreise in der unmittelbaren Nachbarschaft um 60 Prozent. „Dann aber folgen auch schon Flüchtlingsheime“, erklärt Friedhelm Feist und veranschlagt den Wertverlust auf etwa 52 Prozent. „Es kann nicht sein, dass der Staat nur um Heimatvertriebenen eine vorübergehende Unterkunft zu geben, Millionenwerte verbrennt“, sagt Feist und fordert daher eine entsprechende Ausgleichszahlung. Alternativ sei die Verbringung von Flüchtlingen in bevölkerungsarme Regionen, wie den bayrischen Wald oder aber in stillgelegte Steinbrüche und Kohleminen in Erwägung zu ziehen.

Starke Wertminderung ist nach Angabe der DGU auch für Grundstücke in Nähe von Kindergärten und Behinderteneinrichtungen zu erwarten. „Hier entsteht entweder unzumutbarer Lärm oder aber eine gravierende Störung der Eigenheimkuschelatmosphäre durch die permanente Anwesenheit von Leid“, sagt Feist und ergänzt: „Es kann nicht angehen, dass TV-Sender mit den Millionen unserer Fernsehgebühren teure Heile-Welt-Shows und Heimatidylle produzieren und plötzlich steht so ein Behinderter vor dem Gartenzaun.“ Auch der Anblick von zerlumpten Flüchtlingen sei dem Durchschnittsbürger einfach nicht zuzumuten.

Unterschiedlich beeinflussen politische Haltungen der Nachbarn die Immobilienpreise. Während beispielsweise ein linkes Jugendzentrum aufgrund des zu erwartenden Lärms den Marktwert der nachbarschaftlichen Anwesen um 35 Prozent drückt, lässt ein Büro der NPD oder einer anderen national gesinnten Interessensgemeinschaft den Preis um knapp zehn Prozent steigen. „Diese Gruppen sind halt gutbürgerlichen Traditionen verpflichtet. Sie sind sauber und halten nicht nur Ordnung, sondern vor allem auch ausländische Nachbarn fern. Das wird vom Markt honoriert.“, so Feist.

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