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Erste homöopathische Reinigung eröffnet

Mit kleinen Kügelchen löst Holiczek goße Verschmutzungen.

Mit kleinen Kügelchen löst Holiczek goße Verschmutzungen.

Alternative Waschmethoden sind auf dem Vormarsch. Jetzt hat auch in Halle die erste homöopathische Reinigung eröffnet. „Similia similibus purgantur – Ähnliches soll durch Ähnliches gereinigt werden“ steht auf dem großen Holzschild über der Eingangstür. Für Homöopath Friedrich Holiczek ist das Gesetz. Das sogenannte Ähnlichkeitsgesetz. „In der Homöopathie gilt seit jeher, dass Substanzen, die bei sauberen Kleidungsstücken Flecken verursachen, eben diese Flecken aus verschmutzten Geweben beseitigen“, erklärt er.

Anders als in der herkömmlichen chemischen Reinigung, der sogenannten Schulreinigung, ist Holiczeks Ansatz „ganzheitlich“, wie er sagt. „Jede Verschmutzung ist anders, jeder Fleck hat eine dahinterstehende Ursache“, erklärt der Reinigungshomöopath. Wer in seinen Waschsalon kommt, der muss Zeit mitbringen. „In einem ausführlichen Anamnesegespräch lerne ich die Eigenarten und Vorlieben der Menschen kennen und kann so den wahren Ursachen für die Verschmutzung ihrer Kleidungsstücke auf den Grund gehen“, so Holiczek. Flecken seien schließlich nur die Symptome, nicht die Ursache der Verschmutzung. Der gebürtige Künsebecker behauptet: „Wer richtig, das heißt, von Grund auf reinigen will, muss das dahinterstehende Fehlverhalten behandeln.“ Hat er den Fall geklärt, wählt Holiczek aus tausenden von homöopathischen Mitteln genau das heraus, was den Schmutz aus der Faser löst.

Jede Verschmutzung braucht ein ganz spezielles homöopathisches Reinigungsmittel.

Jede Verschmutzung braucht ein ganz spezielles homöopathisches Reinigungsmittel.

In homöopathischer Dosierung (Potenz) – die Substanz wird stark verdünnt und in einem komplizierten Verfahren immer wieder geschüttelt – gibt er das entsprechende Mittel dem Waschgang bei. „Ein Kaffeefleck kann beispielsweise durch homöopathisierten Kakao gelöst werden. Denn der ähnelt in der Farbe dem Kaffee. Hat aber ein Mensch den Kaffee aus Wut über seinen Lebenspartner verschüttet, kommt ein Wutmittel zum Einsatz“, sagt der 53-Jährige

Der zertifizierte Reinigungshomöopath hat so scheinbar unreinigbare Kleidungsstücke sanft gesäubert. „Viele dieser Stoffe waren von Schulreinigern bereits aufgegeben worden. Doch mit meinen kleinen Kügelchen habe ich sie vor der Altkleidersammlung bewahrt. Und heute liegen sie wie neu im Kleiderschrank“, sagt Holiczek stolz.

Allerdings muss manchmal, wie in der alternativen Medizin, auch hier zunächst mit sogenannten Erstverschlimmerungen gerechnet werden. „Manche Kleidungsstücke kommen schmutziger aus der Maschine, als sie hereingekommen sind“, sagt der Experte der alternativen Reinigung und ergänzt: „Das ist aber immer ein Zeichen dafür, dass das Mittel wirkt. Schon nach kurzer Zeit wird sich aufgrund der aktivierten Selbstreinigungskräfte eine deutliche Säuberung einstellen.“

Sehr kritisch steht Holiczek der immer weiter um sich greifenden Imprägnierpraktik gegenüber. „Das sind massive Eingriffe in die Faser ganz junger Kleidungsstücke. Dadurch wird die Schmutzabwehr dieser Stoffe erheblich geschwächt und der Verschmutzung Vorschub geleistet“, behauptet er.

Im kommenden Monat will er sein Angebot an alternativen Reinigungsmethoden erweitern. Zu diesem Zweck reist er in eine traditionell chinesische Reinigung nach Shanghai, wo er einen einwöchigen Kurs in Reinigungsakupunktur belegt hat. „Mit den Nadeln können klar umgrenzte Verschmutzungsareale noch direkter angegangen werden“, hofft er.

Dass Schulreiniger seine alternativen Behandlungsmethoden belächeln und als unwissenschaftliche Scharlatanerie abtun, lässt Holiczek kalt. Ihnen hält er lapidar entgegen: „Wer reinigt hat Recht.“

 Idee hatte auch Der Postillon

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