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Halle – Der Kaiserschmarrn http://der-kaiserschmarrn.com Satirisches aus dem Altkreis Halle Fri, 17 Nov 2017 09:36:49 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.9 Fleischfressende Pflanzen ausgebrochen http://der-kaiserschmarrn.com/fleischfressende-pflanzen-ausgebrochen/ http://der-kaiserschmarrn.com/fleischfressende-pflanzen-ausgebrochen/#respond Sat, 30 Jul 2016 13:26:50 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1898 Altkreis Halle (Kaisch). Experten hatten schon lange gewarnt. Jetzt ist es passiert. In der vergangenen Nacht ist aus dem Gartencenter Brockmeyer in Künsebeck ein Rudel fleischfressender Pflanzen ausgebrochen. „Wir stehen vor einem Rätsel. Eigentlich gilt diese Art als äußerst bodenständig“, sagte ein Unternehmenssprecher. Ersten Ermittlungen zufolge sind die Karnivoren durch ein auf Kippe stehendes Fenster gerankt und haben das Betriebsgelände anschließend in südliche Richtung verlassen. „Für Menschen besteht aller Voraussicht nach keine Gefahr“, erklärt Professor Dr. Christoph Menheimer von der biologischen Fakultät der Universität Bielefeld und ergänzt: „In der Regel besteht ihre bevorzugte Beute aus kleinen Insekten, wie Mücken und

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Gartencenter Brockmeyer Foto: N. Donath

Spurlos verschwunden: Von hier sind die fleischfressenden Pflanzen ausgebrochen. Foto: N. Donath

Altkreis Halle (Kaisch). Experten hatten schon lange gewarnt. Jetzt ist es passiert. In der vergangenen Nacht ist aus dem Gartencenter Brockmeyer in Künsebeck ein Rudel fleischfressender Pflanzen ausgebrochen. „Wir stehen vor einem Rätsel. Eigentlich gilt diese Art als äußerst bodenständig“, sagte ein Unternehmenssprecher. Ersten Ermittlungen zufolge sind die Karnivoren durch ein auf Kippe stehendes Fenster gerankt und haben das Betriebsgelände anschließend in südliche Richtung verlassen. „Für Menschen besteht aller Voraussicht nach keine Gefahr“, erklärt Professor Dr. Christoph Menheimer von der biologischen Fakultät der Universität Bielefeld und ergänzt: „In der Regel besteht ihre bevorzugte Beute aus kleinen Insekten, wie Mücken und Fliegen. Die hier ausgebrochenen größeren Exemplare aus der Gattung der Kannenpflanzen können aber auch kleine Säugetiere, wie Mäuse, verdauen.“

Vegetarier sind gefährdet

Nicht klar ist, ob das untypische rudelhafte Auftreten der Pflanzen, die eigentlich als Einzelgänger gelten, eine Änderung des Jagdverhaltens nach sich zieht. „Möglicherweise wagen sich die tropischen Gewächse im Verbund nun auch an größere Tiere heran“, spekuliert Menheimer. Er rät daher zur Vorsicht und empfiehlt, Hunde im Umkreis von 23 Kilometern um Künsebeck nur an der Leine zu führen, Katzen nicht mehr aus dem Haus zu lassen und Kaninchenställe gut zu verschließen. Sollten Spaziergänger auf ein Rudel fleischfressender Pflanzen treffen, gelte es vor allem, die Ruhe zu bewahren. „Reizen sie die Pflanzen nicht, machen sie keine hastigen Bewegungen und beißen sie auf keinen Fall in ein mitgeführtes Salatblatt“, so Menheimer. Vor allem Vegetarier könnten nach Ansicht von Menheimer aufgrund ihres Körpergeruchs von den Pflanzen als feindlich eingestuft werden.

Fleischverarbeitende Betriebe verstärken Wachpersonal

Die Kannenpflanzen können mit ihrem reich verzweigten aber flachen Wurzelsystem Geschwindigkeiten von bis zu sieben Stundenkilometern erreichen. „Wir vermuten, das Rudel ist, von entsprechenden Beutelockstoffen angezogen, in Richtung Versmold unterwegs. Die dortigen fleischverarbeitenden Betriebe haben bereits Sicherheitsvorkehrungen getroffen, das Wachpersonal verdoppelt und mit langklingigen Macheten ausgerüstet.“

Plant Health fordert Einsatz von Bestäubungsgewehren

Pflanzenschützer warnen jedoch vor unüberlegten Aktionen. Wie ein Sprecher von Plant Health Deutschland erklärte, fordere man dazu auf, die Pflanzen nicht zu töten, sondern sie stattdessen mit einem gezielten Schuss aus einem Bestäubungsgewehr rankunfähig zu machen.
Derweil hat Brockmeyer nach Informationen des Kaiserschmarrns sein Sicherheitssystem erheblich verstärkt. „Die jüngsten Erfahrungen haben gezeigt, dass die Freihaltung von Pflanzen ein gewisses Risiko birgt. Karnivoren werden wir daher zukünftig ausschließlich in Maschendrahtkäfigen halten und zusätzlich durch elektrische Wurzelfesseln sichern“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens.

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Nach Pokémon kommt jetzt FIFA Go http://der-kaiserschmarrn.com/nach-pokemon-kommt-jetzt-fifa-go/ http://der-kaiserschmarrn.com/nach-pokemon-kommt-jetzt-fifa-go/#respond Sat, 23 Jul 2016 13:18:58 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1902 Altkreis Halle (Kaisch). Gut 170 meist männliche Jugendliche tummeln sich auf dem Sportplatz in Oesterweg. Tummeln ist dabei eigentlich das falsche Wort: Die einen sprinten über den Platz, andere springen, scheinbar einem plötzlich Impuls folgend, in die Luft und schnellen dabei ruckartig mit dem Kopf nach vorn. Immer wieder treten die Kids nach unsichtbaren Gegenständen. In der Platzmitte rutscht ein etwa Zwölfjähriger mit lang ausgestreckten Beinen über den Rasen, ein anderer, nur wenige Meter weiter ist in einen Streit mit einem unsichtbaren Gegenüber verstrickt, während ein kleiner korpulenter Siebenjähriger an ihm jubelnd auf Knien vorbeigleitet. Alle haben eines gemeinsam: Sie

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Pokémon Go ist out: Jetzt kommt Fifa Go. Foto: © lumenphotos - Fotolia.com

Pokémon Go ist out: Jetzt kommt Fifa Go. Foto: © lumenphotos – Fotolia.com

Altkreis Halle (Kaisch). Gut 170 meist männliche Jugendliche tummeln sich auf dem Sportplatz in Oesterweg. Tummeln ist dabei eigentlich das falsche Wort: Die einen sprinten über den Platz, andere springen, scheinbar einem plötzlich Impuls folgend, in die Luft und schnellen dabei ruckartig mit dem Kopf nach vorn. Immer wieder treten die Kids nach unsichtbaren Gegenständen. In der Platzmitte rutscht ein etwa Zwölfjähriger mit lang ausgestreckten Beinen über den Rasen, ein anderer, nur wenige Meter weiter ist in einen Streit mit einem unsichtbaren Gegenüber verstrickt, während ein kleiner korpulenter Siebenjähriger an ihm jubelnd auf Knien vorbeigleitet. Alle haben eines gemeinsam: Sie starren auf ihr Smartphone und spielen FIFA Go.

„Pokémon ist out. FIFA Go ist jetzt geilofaxomat“

Gerade eine Woche ist Pokémon Go in Deutschland auf dem Markt, da ist das neue Augmented-Realty-Spiel schon wieder veraltet. „Pokémon ist out. FIFA Go ist jetzt geilofaxomat. Voll episch“, sagt Ben (14) aus Halle. Wie die anderen auf der Hesselsportanlage, hat auch er sich die neue App FIFA Go heruntergeladen und spielt nun in einer realen Umgebung Bundesliga- und internationale Spiele nach. Mit der Outdoor-Version seiner Fußball-FIFA-Reihe hat der Hersteller AE Sports offensichtlich einen Coup gelandet.

Boateng getunnelt

„Das ist ist voll krass real. Ich spiele mit Ronaldo und Messi in einer Mannschaft und habe gerade Boateng getunnelt“, sagt der zwolfjährige Niklas aus Hesselteich, ohne den Blick von seinem Handy zu nehmen. Auch er hat wie alle anderen um beide Fußgelenke sowie um den Kopf ein Band mit roten Punkten geschnallt. „Die Punkte sind GPS-Empfänger, mit deren Hilfe die App die genaue Position von Kopf und Fuß ermittelt. Aus den Bewegungsdaten kann das Programm errechnen, auf welche Art und Weise die Spieler einen imaginären Ball treffen und anschließend auch die Flugbahn des Spielgerätes exakt abbilden.
Auf seinem Smartphone erlebt sich der Spieler so eingebunden in die Realität eines Fußballspiels und zusammen mit seinen Idolen feiert er Erfolge und muss Niederlagen wegstecken“, erklärt AE-Produktmanager Fred Skybroker sichtlich begeistert.
Fred Wecker, Platzwart in Oesterweg, ist indes erschüttert: „Fußball hat doch nicht umsonst den Ball im Wort. Ich sehe hier keinen, sondern nur völlig durchgeknallte Kids, die wie die Bekloppten durcheinanderrennen und mir den Platz kaputt machen“, sagt er und schüttelt den Kopf. Dann springt er hoch, weil der siebenjährige Sven aus Versmold in Kamikazestil und mit gestreckten Beinen seine Schienbeine ins Visier genommen hatte. „Sorry, aber der Italiener war durch. Und wir führen 1:0. Es ist schließlich das WM-Endspiel. Da musste ich die Notbremse ziehen“, erklärt er und breitet entschuldigend seine Arme aus.

13-Jähriger steht seit eineinhalb Tagen regungslos im Strafraum

„Ich sag’s ja, völlig durchgeknallt“, murmelt Wecker und fasst sich an die Wade, die Sven offensichtlich doch touchiert hatte. „Verletzungen kommen vor“, gibt Skybroker zu und fügt erklärend an: „Die Jungs sind einfach so in ihrem Spiel, dass sie alles um sich herum vergessen.“
Wie der Kaiserschmarrn erfahren hat, sind erst gestern in Werther zwei 15-Jährige bei vollem Sprint mit den Köpfen aneinandergerasselt, im Krankhaus Halle werden verstärkt schwere Verbrennungen registriert, weil Jugendliche im Torjubel mit den Knien über den Kunstrasen rutschen und in Hesseln steht seit eineinhalb Tagen ein 13-Jähriger regungslos und breitbeinig in Ronaldo-Pose im Strafraum, starrt auf sein Smartphone, dessen Akku leer ist und wartet, dass der Schiedsrichter endlich den Elfmeter freigibt. Vergeblich haben Eltern, Freunde und die Freiwillige Feuerwehr bereits versucht ihn davon zu überzeugen, endlich nach Hause zu gehen.
„Das muss verboten werden“, sagt Fred Wecker, macht einen Schritt auf das Spielfeld – und geht nur wenige Sekunden später mit einem Schmerzenslaut zu Boden. „Der Italiener – er war wieder durch“, sagt Sven, während Wecker sich nun stöhnend das rechte Schienbein hält und ergänzt mit zum Jubel hochgerissenen Armen: „Aber jetzt haben wir den fünften Stern.“

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NRW-Polizei wird mit Lassos ausgerüstet http://der-kaiserschmarrn.com/nrw-polizei-wird-mit-lassos-ausgeruestet/ http://der-kaiserschmarrn.com/nrw-polizei-wird-mit-lassos-ausgeruestet/#respond Sat, 16 Jul 2016 13:13:08 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1904 Halle (Kaisch). Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen hat auf die jüngsten Warnschüsse, die ein Haller Polizist bei der Verfolgung eines Graffiti-Sprayers abgegeben haben soll, schnell reagiert. Nach exklusiven Informationen der Kaiserschmarrn-Redaktion ist geplant, die Beamten landesweit mit zusätzlichen Hilfsmitteln auszustatten. „Die Reaktion des Polizisten, der Warnschüsse abgegeben hat, ist durchaus verständlich. Einerseits wollte er den flüchtenden Täter stellen, ihm andererseits wegen der Unsicherheit hinsichtlich einer möglichen Bewaffnung auch nicht zu nahe kommen“, schildert Ministeriumssprecher Thomas Töner das Problem. Verlängerter Arm des Cowboys Um Einsatzbeamten zukünftig einen Ausweg aus dieser Misere zu bieten, sollen Polizisten ab Januar 2017 nach und nach mit

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Auch in Deutschland: Sheriffs werden mit Lassos ausgestattet. Foto: © eunikas - Fotolia.com

Auch in Deutschland: Sheriffs werden mit Lassos ausgestattet. Foto: © eunikas – Fotolia.com

Halle (Kaisch). Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen hat auf die jüngsten Warnschüsse, die ein Haller Polizist bei der Verfolgung eines Graffiti-Sprayers abgegeben haben soll, schnell reagiert. Nach exklusiven Informationen der Kaiserschmarrn-Redaktion ist geplant, die Beamten landesweit mit zusätzlichen Hilfsmitteln auszustatten.

„Die Reaktion des Polizisten, der Warnschüsse abgegeben hat, ist durchaus verständlich. Einerseits wollte er den flüchtenden Täter stellen, ihm andererseits wegen der Unsicherheit hinsichtlich einer möglichen Bewaffnung auch nicht zu nahe kommen“, schildert Ministeriumssprecher Thomas Töner das Problem.

Verlängerter Arm des Cowboys

Um Einsatzbeamten zukünftig einen Ausweg aus dieser Misere zu bieten, sollen Polizisten ab Januar 2017 nach und nach mit Lassos ausgerüstet werden. „Der verlängerte Arm der Cowboys wird also zukünftig zum verlängerten Arm der Bullen“, sagt Töner und lacht. Dann fügt er hinzu: „Nein, ganz im Ernst, jetzt können flüchtende Sprayer mit einem Lassoschwung gestellt werden.“ Im Zuge der Ausbildung werden angehende Polizeibeamte zukünftig eine Woche auf einer Rinderfarm in Castrop-Rauxel in die Technik des Lassowerfens (Roping) eingeführt. Sukzessive sollen auch alle anderen Beamten in einem Wochenendkurs an der Fachschule für Agrarwirtschaft in Borken die grundlegende Techniken des Ropings erlernen.
„Ziel ist es, dass bis Juli kommenden Jahres in jeder Streifenwagenbesetzung mindestens ein Beamter des Lassowerfens mächtig ist“, sagt Töner und lässt durchblicken, dass die neue Fangtechnik auch Auswirkungen auf die Fahrzeugflotte der NRW-Polizei haben wird. Neue Streifenwagen werden ab sofort nur noch in Cabriolet-Version angeschafft. Spätestens ab März 2018 soll die gesamte Pkw-Flotte umgestellt sein.

Umrüstung auf lassofähige Fahrzeuge

„So steht allen Polizisten bald ein lassofähiges Fahrzeug zur Verfügung. Damit können die Beamten zukünftig flüchtige Täter noch aus dem Fahrzeug heraus an die Leine legen“, erklärt der Sprecher des Innenministeriums.
Auch das Problem einer bei heruntergeklapptem Dach fehlenden Tragfläche für das Blaulicht ist inzwischen gelöst: „Der fahrende Beamte schnallt sich das Warnlicht zukünftig einfach auf den Kopf – und fertig ist die Laube“, sagt Töner. Deutliche Arbeitserleichterung gibt es auch bei den Verfolgungsjagden per pedes. „Wir haben Fieberglas-Sprungschienen getestet. Mit diesen sogenannten Siebenmeilenstiefeln können Beamte auf ebener Strecke Geschwindigkeiten von bis zu 45 Stundenkilometern erreichen und sich dem Flüchtigen schnell in Lassoreichweite nähern“, verspricht Töner.
Forderungen der Gewerkschaft der Polizei, die Beamten zusätzlich zum Lasso auch mit Brandzeichen auszustatten, um gestellte Täter eindeutig zu markieren, erteilt er allerdings eine klare Absage: „Das ist absoluter Bullshit. Wir sind doch nicht im Wilden Westen. Auch wenn der letzte Cowboy aus Gütersloh kommen soll.“ (Idee: Christian Mörke).

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Abiturienten im Feierstress http://der-kaiserschmarrn.com/abiturienten-im-feierstress/ http://der-kaiserschmarrn.com/abiturienten-im-feierstress/#respond Sat, 09 Jul 2016 13:05:18 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1907 Altkreis Halle (Kaisch). Abiturienten stehen unter einem ungeheuren Stress. Das hat eine Studie der AOK ergeben. Demnach befällt 85 Prozent aller Absolventen nach Abschluss von Prüfung und Feierlichkeiten eine mindestens zwei Monate andauernde Lethargie. Das soll sich nun ändern. Die Konferenz der weiterführenden Schulen im Altkreis Halle (KwSiAH) hat jetzt auf ihrer turnusmäßigen Sitzung einschneidende Änderungen beschlossen, um die Reifeprüflinge zu entlasten. „Es kann nicht sein, dass Abiturienten, während sie sich auf die wichtigsten Ereignisse ihrer Schullaufbahn vorbereiten – die Mottowoche, den Chaostag und den Abschlussball –, auch noch mit Lernen beschäftigen müssen“, erklärte KwSiAH-Sprecher Dr. Rüdiger Petermann. So sollen

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Kommen aus dem Feiern nicht mehr heraus: Schulabgängerinnen in Deutschland. Foto: © Christian Schwier - Fotolia.com

Kommen aus dem Feiern nicht mehr heraus: Schulabgängerinnen in Deutschland. Foto: © Christian Schwier – Fotolia.com

Altkreis Halle (Kaisch). Abiturienten stehen unter einem ungeheuren Stress. Das hat eine Studie der AOK ergeben. Demnach befällt 85 Prozent aller Absolventen nach Abschluss von Prüfung und Feierlichkeiten eine mindestens zwei Monate andauernde Lethargie. Das soll sich nun ändern. Die Konferenz der weiterführenden Schulen im Altkreis Halle (KwSiAH) hat jetzt auf ihrer turnusmäßigen Sitzung einschneidende Änderungen beschlossen, um die Reifeprüflinge zu entlasten.

„Es kann nicht sein, dass Abiturienten, während sie sich auf die wichtigsten Ereignisse ihrer Schullaufbahn vorbereiten – die Mottowoche, den Chaostag und den Abschlussball –, auch noch mit Lernen beschäftigen müssen“, erklärte KwSiAH-Sprecher Dr. Rüdiger Petermann. So sollen bereits 2018 Abschluss und Feier entkoppelt werden. „Die Prüfungen werden dann ein Jahr nach den Feierlichkeiten stattfinden“, erläutert er den Plan. So müssen Eltern und Schüler im Feierstress nicht auch noch Rücksicht auf schulische Belange nehmen. Auch Schüler, die ihr Abitur nicht bestehen und sich dadurch die Feierlaune vermiesen ließen, können so zukünftig unbeschwert auf die Pauke hauen.

Half-On-The-Way-Party

Verbessert werden soll zudem die Vorbereitung auf die Abschlussfeierlichkeiten. „Die Lücke, die zwischen Einschulungszeremonie auf der weiterführenden Schule und der Abschlussfeier klafft, ist einfach zu groß“, sagt Petermann und schlägt daher vor, kleinere Zwischenstationen einzurichten, an denen sich die Schüler, aber auch Eltern und Lehrer in der Planung und Durchführung von Festen erproben können. Künftig sollen First-Quarter-Party, Half-On-The-Way-Party und Last-Quarter-Party ebenso zur Schullaufbahn gehören wie der Abschlussball. Kritikern, die argumentieren, das ewige Feiern würde einem effektiven Lernen entgegenstehen, entgegnet der KwSiAH-Sprecher: „Ich denke, wir haben klare Prioritäten gesetzt. Außerdem sollten die dazugehörigen Mottowochen den jeweiligen Lernstoff aufgreifen. Beispielsweise könnten sich Achtklässler bei ihrer Half-on-the-way-Party unter dem Motto »Graphen und Nullstellen« oder »Mitochondrien und Chloroplasten« verkleiden. Und sollten sich dennoch am Ende größere Lernlücken auftun, kann man ja die Zeit zwischen Abschlussfeier und Prüfung einfach um ein Jahr verlängern.“

Einige Schulen, darunter auch das Kreisgymnasium in Halle, haben den Bereich Abiturfeiermanagement bereits in eine schulunabhängige Gesellschaft ausgegliedert. Die neu gegründete »Feierbiest-GmbH«, deren Geschäftsführung stets Schüler des 12. Jahrgangs übernehmen, ist für Planung und Marketing aller Feierlichkeiten zuständig. Das KGH plant zudem eine enge Kooperation mit dem Berufskolleg. „Hier finden wir in den Bereichen Textilwirtschaft und Friseurhandwerk die nötigen Experten, die uns in Fragen exklusiven Kleidungsstils sowie extravaganten Kopfschmuckes beraten“, erklärt Ben Bredow, geschäftsführender Vorsitzender der Feierbiest GmbH.

Kapital-Feierversicherung schon in der Schwangerschaft

Bredow empfiehlt künftigen Eltern, bereits in der Schwangerschaft eine Kapital-Feierversicherung für die Kinder abzuschließen: „Nach unseren Erfahrungen der vergangenen Jahrgänge kommen für Abiball einschließlich Mottowoche, Sponsorenpartys und Abschlussfahrten etwa 2750 Euro auf jeden Absolventen zu. Wenn sie im vierten Schwangerschaftsmonat mit einen Sparplan beginnen, können Sie diese Summe schon mit einem monatlichen Beitrag von 13 Euro ansparen. Die Feierbiest-GmbH empfiehlt dabei das hauseigene Party-Plus-Paket mit Rückzahlungsgarantie im Krankheitsfall, unbürokratischer Schadensregulierung für mutwillig zerstörte Schuleinrichtung während des Chaostages sowie All-Inclusive-Verpflegung bei einer möglichen Übernachtung in der Ausnüchterungszelle.“

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Busfahren soll Schulfach werden http://der-kaiserschmarrn.com/busfahren-soll-schulfach-werden/ http://der-kaiserschmarrn.com/busfahren-soll-schulfach-werden/#respond Sat, 02 Jul 2016 12:55:11 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1887 Halle-Hörste (Kaisch). Die Verantwortlichen haben nach den Vorkommnissen an einer Haltestelle in Hörste schnell reagiert. Ein Schulbusfahrer hatte dort Kinder, die den Bus verunreinigt hatten, 20 Minuten lang eingesperrt. Nun soll Busfahren Schulfach an weiterführenden Schulen werden. Das hat die eilig einberufene Kultusministerkonferenz beschlossen. „Wir üben mit Kindergartenkindern, richtig über die Straße zu gehen und machen mit Grundschülern die Fahrradprüfung, aber wie sie sich im Bus verhalten sollen, das sagen wir ihnen nicht und wundern uns anschließend, wenn es zu Problemen kommt“, erklärte eine Sprecherin des NRW-Kultusministeriums. In der kommenden Woche wird ein Gremium aus Kinderpsychologen, dem Vorstand der Busfahrergewerkschaft

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Bald Schulfach: Fahren mit dem Schulbus. Foto: © seanlockephotography - Fotolia.com

Bald Schulfach: Fahren mit dem Schulbus. Foto: © seanlockephotography – Fotolia.com

Halle-Hörste (Kaisch). Die Verantwortlichen haben nach den Vorkommnissen an einer Haltestelle in Hörste schnell reagiert. Ein Schulbusfahrer hatte dort Kinder, die den Bus verunreinigt hatten, 20 Minuten lang eingesperrt. Nun soll Busfahren Schulfach an weiterführenden Schulen werden. Das hat die eilig einberufene Kultusministerkonferenz beschlossen. „Wir üben mit Kindergartenkindern, richtig über die Straße zu gehen und machen mit Grundschülern die Fahrradprüfung, aber wie sie sich im Bus verhalten sollen, das sagen wir ihnen nicht und wundern uns anschließend, wenn es zu Problemen kommt“, erklärte eine Sprecherin des NRW-Kultusministeriums.

In der kommenden Woche wird ein Gremium aus Kinderpsychologen, dem Vorstand der Busfahrergewerkschaft »Haltestelle«, Elternvertretern und Pädagogen einen Lehrplan erarbeiten. „In nur drei Jahren sollen die Kinder befähigt werden, selbst schwierigste Übungen, wie 20-minütiges Sitzenbleiben und dem Verzicht auf die Verbreitung von Essensresten sicher beherrschen“, so die Sprecherin.
Kritik erntet dieses Vorhaben von Bernd Sümmermann. Der Autor des Buches »Dein Kind, Partner und Freund« spricht in diesem Zusammenhang von einem „Rückfall in die Zeiten reaktionärer Kindesgängelung“. Statt die Heranwachsenden mit der Einübung gewünschter Verhaltensweisen zu dressieren, gelte es ihre Bereitschaft zu freiwilligem Tun zu fördern. „Besser, als Fahrschülern unter Androhung von Strafen zu verbieten, Brote an die Scheiben zu schmieren ist es, sie zu belohnen und zu loben, wenn sie einmal ihren Platz sauber hinterlassen. Beispielsweise durch kleine Geschenke oder Auszeichnungen, wie den »Fahrschüler der Woche«. So ziehen wir mündige Bürger heran, die erkennen, dass sich umsichtiges Verhalten lohnt“, so Sümmermann.

„Wir setzen nun ganz auf die Belohnungsstrategie“

Gute Erfahrungen hat Nicole Möller-Schultenbeck aus Hörste mit diesem Prinzip gemacht. Früher sei ihr Kai-Malte (4) ein ganz schwieriger Junge gewesen, berichtet sie. Dann habe sie die Ratschläge aus »Dein Kind, Partner und Freund« konsequent befolgt. „Wir setzen nun ganz auf die Belohnungsstrategie. Wenn Kai-Malte mich einen Tag lang nicht tritt, das Spucken ins Essen weitgehend vermeidet und seinen Vater nicht alter Blödmann, sondern nur Blödmann nennt, bekommt er von mir am Abend für jedes positive Verhalten einen Smiley auf sein iPhone 6 geschickt. Am Ende der Woche kann er dann entscheiden, ob er die Smileys gegen ein Computerspiel eintauschen will, lieber für den Ultra-HD-LED-TV-Flachbildschirm spart, den er sich schon so lange wünscht, oder sie mir zurücksendet, damit ich ihn eine Woche lang zur Kita trage“, berichtet die 36-Jährige.
Durchaus aufgeschlossen steht auch die Elterninitiative »Mein umsorgter Schatz« (MuS) den Vorschlägen Sümmermanns gegenüber. „Uns ist es jedoch hinsichtlich von Problemen im Fahrschülerbereich wichtig, die wahren Ursachen für das Verhalten der Kinder zu betrachten“, erklärte der MuS-Vorsitzende Jörg Darenberg-Kroschinski. Grund für die Verschmutzung von Bussen durch Schulkinder ist seiner Meinung nach das nicht mehr zeitgemäße Angebot der Busbetriebe und die daraus resultierende verständliche Langeweile der Kinder. Darenberg-Kroschinski schlägt daher vor, beispielsweise TV-Geräte in die Rückseite der Sitze zu integrieren, die Busse an jedem Platz mit Tablets auszustatten und Erfrischungsgetränke und kleine Snacks anzubieten. „Wenn wir nicht wollen, dass Kinder ihre Brote an die Fenster schmieren, müssen wir Alternativen anbieten. Beispielsweise, indem wir Fenstermalstifte zur Verfügung stellen.“ Deren Farbe sei problemlos abwischbar. Außerdem regt der MuS-Vorsitzende an, als Voraussetzung für den Erwerb des Schulbusführerscheins ein zweijähriges Pädagogikstudium verpflichtend vorzuschreiben. „Es kann doch nicht angehen, dass wir unsere Kinder pädagogisch ungebildeten Fahrern anvertrauen“, so Darenberg-Kroschinski und fügt hinzu: „Es ist Zeit, dass sie mehr Verständnis für die Bedürfnisse ihrer kleinen Passagiere entwickeln.“

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Ratssitzungen jetzt mit Public Viewing http://der-kaiserschmarrn.com/ratssitzungen-jetzt-mit-public-viewing/ http://der-kaiserschmarrn.com/ratssitzungen-jetzt-mit-public-viewing/#respond Sat, 25 Jun 2016 12:45:14 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1889 Halle (Kaisch). Die Stadt Halle hat auf jüngste Schlagzeilen reagiert, nach denen Lokalpolitiker zunehmend Anfeindungen ausgesetzt sind. „Wir wollen dagegenhalten, indem wir die Entscheidungsprozesse zum öffentlichen Event ausbauen“, erklärte ein Sprecher der Stadt. So sollen Ratssitzungen zukünftig als Public Viewing auf dem Ronchin-Platz übertragen werden. „Der Fußball macht es vor. Dieses Gemeinschaftsgefühl wollen wir in die Politik transferieren“, so der Sprecher. Durchaus positiv sieht Fachbereichsleiter Jürgen »Jogi« Keil die neue Öffentlichkeitsstrategie. Der Herr der Vorlagen kündigt an, ähnlich wie Löw, zukünftig seine Pläne für die Rats- und Ausschusssitzungen erst 30 Minuten vor Beginn zu veröffentlichen. „So bleibt es bis zum

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Jubel vor dem Rathaus: Ratssitzungen sollen übertragen werden. Foto: © JiSign - Fotolia.com

Jubel vor dem Rathaus: Ratssitzungen sollen übertragen werden. Foto: © JiSign – Fotolia.com

Halle (Kaisch). Die Stadt Halle hat auf jüngste Schlagzeilen reagiert, nach denen Lokalpolitiker zunehmend Anfeindungen ausgesetzt sind. „Wir wollen dagegenhalten, indem wir die Entscheidungsprozesse zum öffentlichen Event ausbauen“, erklärte ein Sprecher der Stadt. So sollen Ratssitzungen zukünftig als Public Viewing auf dem Ronchin-Platz übertragen werden. „Der Fußball macht es vor. Dieses Gemeinschaftsgefühl wollen wir in die Politik transferieren“, so der Sprecher.
Durchaus positiv sieht Fachbereichsleiter Jürgen »Jogi« Keil die neue Öffentlichkeitsstrategie. Der Herr der Vorlagen kündigt an, ähnlich wie Löw, zukünftig seine Pläne für die Rats- und Ausschusssitzungen erst 30 Minuten vor Beginn zu veröffentlichen. „So bleibt es bis zum letzen Augenblick spannend“, erklärt Keil. Die jüngste Verzögerung bei der Bekanntgabe der Haller Pläne für das kreisweite Gewerbeflächenentwicklungskonzept ist ein erster konsequenter Schritt in diese Richtung.
Begeistert zeigt sich Grünen-Politiker Dieter Jung von den Plänen und erklärte spontan, als erste Fraktion eine politische Fankultur zu installieren. „Wir werden die Nordiren des Stadtrates“, verspricht er. Schon in der kommenden Woche soll mit dem Verkauf von grünen Grünen-Fanshirts begonnen werden. Auch einen Song haben Jung und Co. ganz nach nordirischem Vorbild bereits eingeübt: »Na na na na na na na, we Greens on fire.«

SPD singt »God save the Queen«

Die SPD hingegen plant, im Rat, ähnlich wie die englischen Fans, im Viertelstundenrhythmus »God save the Queen« anzustimmen. „Doch nur so lange, wie die Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann heißt“, erklärte der Fraktionschef Wolfgang Bölling. Noch entschlossener geht der SPD-Nachwuchs in die Fan-Offensive. Torsten Indiesteln: „Wir sind mit 14 Sitzen die stärkste Fraktion im Rat. Das müssen wir kommunizieren. Indiesteln will alle SPD-Mitglieder in rote Trikots kleiden und die Shirts mit 14 Sternen über dem SPD-Logo versehen.
Der Vorschlag der CDU, jede Fraktion solle zum Lied „Oh Halle, Du Perle Westfalens“ in den Ratssaal einziehen und dabei Kindergartenkinder an der Hand führen, findet bei den Ein-Mann-Fraktionen im Rat wenig Anklang. „Alleine einmarschieren, das ist doch albern“, erklärten Klaus Peter Kunze (FDP) und Thomas Andres (STU), unisono. „Kein Problem“, erwidert CDU-Fraktionschef Hendrik Schaefer und fügt hinzu: „Alle Fraktionen werden euren Einmarsch mit »You’ll never walk alone« begleiten.“
„Befremdlich“ findet Schaefer hingegen, dass er jüngst beim Betreten der Fraktionssitzung mit dem Lied „Einen Henne Schäfer, es gibt nur einen Henne Schaefer“ von den Kollegen empfangen wurde und fügt hinzu: „Das geht einfach zu weit. Zumal man von mir nun erwartet, dass ich mir, wie das Vorbild für den Song, eine Rudi-Völler-Dauerwelle und Schnäuzer stehen lasse.“

Orange trägt nur die Müllabfuhr

Auch die UWG ringt noch um das richtige Konzept für einen öffentlichkeitswirksamen Auftritt und sucht vor allem nach einer geeigneten Trikotfarbe. „Unsere Farbe Orange ist verpönt“, sagt der UWG-Vorsitzende Manfred Stockhecke beim Pressegepräch auf dem Haller Kirchplatz und ergänzt: „Wir müssen unbedingt verhindern, dass uns die anderen mit »Orange trägt nur die Müllabfuhr« verhöhnen. Der UWG-Fraktionssprecher Karl-Heinz Wöstmann schlägt stattdessen vor, dass sich die drei UWG-Ratsmitglieder in Trikots der englischen Nationalmannschaft kleiden. „Wir sind die »Three Lions« von Halle“, sagt er und stimmt, wie zur Bestätigung »Football’s Coming home« an. Doch schon bald wird er übertönt. Eine grün gewandete Horde umringt ihn hüpfend und singend. „Na na na na na na na, we Greens on fire“ schallt es über den Kirchplatz. Gleichzeitig nähert sich ein Trupp in knallroten Trikots. Ihr »Die Nummer eins der Stadt sind wir« mischt sich mit dem Grünengesang zu einer Kakophonie schräger Töne. Auch, weil eine Abordnung in schwarzen Hemden, angeführt von einem schnauzbärtigen Mann mit Vokuhila-Frisur geräuschvoll dem einzigartigen Henne Schaefer huldigt. Auf dem Kirchplatz herrscht ausgelassene Feierstimmung. Nur zwei einsame Männer stehen ein wenig abseits und winken unbemerkt mit ihren kleinen Fähnchen. Manchmal geht man eben doch allein.

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Keine Angst vor dem bösen Wolf http://der-kaiserschmarrn.com/keine-angst-vor-dem-boesen-wolf/ http://der-kaiserschmarrn.com/keine-angst-vor-dem-boesen-wolf/#respond Mon, 11 Apr 2016 09:20:24 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1881 Altkreis Halle (Kaisch). Der Wolf ist im Kreis Gütersloh angekommen. Der Naturschutzbund und die Kreisjägerschaft haben aus diesem Anlass ein Heft mit Verhaltensregeln entworfen, falls es zu einem Kontakt mit einem Tier kommt. „Wenn Jogger oder Spaziergänger sich daran halten, wird es keine Probleme mit Wölfen geben“, sagt Rudi Rufer, Vorsitzender des Vereins für die Wiedereingliederung des Wolfes (VfdWdW). „Da der Wolf den Menschen jedoch nur noch aus dem Märchen kennt, tritt er uns angesichts der dort beschrieben Gräueltaten sehr misstrauisch entgegen. Um sein Vertrauen zu gewinnen, ist es ratsam, im Wald stets einige Leckerli in Form von Trockenfutter oder

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Er ist wieder da: Naturschützer und Jäger erklären, wie sich Spaziergänger und Wanderer sich Wölfen gegenüber verhalten sollen. Foto: © hkuchera - fotolia.com

Er ist wieder da: Naturschützer und Jäger erklären, wie sich Spaziergänger und Wanderer Wölfen gegenüber verhalten sollten. Foto: © hkuchera – fotolia.com

Altkreis Halle (Kaisch). Der Wolf ist im Kreis Gütersloh angekommen. Der Naturschutzbund und die Kreisjägerschaft haben aus diesem Anlass ein Heft mit Verhaltensregeln entworfen, falls es zu einem Kontakt mit einem Tier kommt. „Wenn Jogger oder Spaziergänger sich daran halten, wird es keine Probleme mit Wölfen geben“, sagt Rudi Rufer, Vorsitzender des Vereins für die Wiedereingliederung des Wolfes (VfdWdW).

„Da der Wolf den Menschen jedoch nur noch aus dem Märchen kennt, tritt er uns angesichts der dort beschrieben Gräueltaten sehr misstrauisch entgegen. Um sein Vertrauen zu gewinnen, ist es ratsam, im Wald stets einige Leckerli in Form von Trockenfutter oder auch, wenn zur Hand, gut abgehangene Schweinehälften dabeizuhaben“, sagt Rufer, der sich nach eigenem Bekunden entgegen anderslautender Meldungen selbst nie einsam im Wald aufhält.

Wichtig sei auch, die Tiere zu loben, falls sie ihrem Instinkt folgend einen Wanderer umkreist haben. „Ein »Das habt ihr aber fein gemacht« hat oft schon Wunder bewirkt und nicht selten die Wolfsattacke angenehmer als gewöhnlich ausfallen lassen“, erklärt der VfdWdW-Vorsitzende und fügt hinzu: „Vor allem dann, wenn das Lob mit freundlicher, hoher Stimme ausgesprochen wird.“

Rufer rät hingegen eindringlich davon ab, vor einem sich nahenden Wolf zu flüchten. „Keine Chance“, räumt der Experte einem solchen Ansinnen ein. „Der holt Sie schneller ein, als Sie glauben. Nicht umsonst gibt es die Redewendung „sich einen Wolf laufen“.

Auch auf Rufe wie „Aus“, „Sitz“ oder „Platz“ reagieren wilde Wölfe nach Einschätzung Rufers höchst unwillig. „Sie sollten auch nicht versuchen, einen Wolf zu streicheln. Jungtiere würden danach aufgrund des Menschengeruchs aus dem Rudel ausgestoßen. Menschen droht sogar, wegen fehlender Gliedmaßen aus dem Leben ausgestoßen zu werden“, weiß Rufer aus überlieferten Berichten früherer Generationen.

Trotz positiver Erfahrungen aus Italien sei es nicht zu empfehlen, Wolfsmilch zu gewinnen. Auch Beschreibungen aus Hollywood, nach denen Wölfe einem Tänzchen dann und wann nicht abgeneigt sind, steht Rufer skeptisch gegenüber.

Dass die Vorfahren des Hundes ähnlich wie Stiere aggressiv auf rote Kleidung reagieren, hält er trotz einer vielfach verbreiteten Nachricht ebenfalls für ein Märchen. „Sollten Sie jedoch beim Besuch von alleinstehenden älteren Damen bemerken, dass diese plötzlich ungewöhnlich lange Nasen und eine starke Gesichtsbehaarung besitzen, ist Vorsicht geboten. Es ist nicht auszuschließen, dass der Wolf in den vergangenen Jahrhunderten sein Jagdverhalten der allgemeinen Erwartungshaltung angepasst hat“, so Rufer. Dringend rät er davon ab, dem Wolf im Schafspelz zu begegnen. Das sei in den meisten Fällen ungünstig, weil es den Jagdinstinkt der Tiere für den Wanderer ungünstig beeinflussen könne.

In der kommenden Woche veranstaltet der VfdWdW im Möbelhaus Vollmer in Halle einen Informationsabend zum Thema »Wolf«. „Hierbei geht es neben allgemeinen Verhaltensregeln auch um die wolfsgerechte Ausstattung von Haus und Garten. Dabei werden verschiedene Standuhrmodelle vorgestellt, die wolfsgerechte Anlage von Brunnen erklärt und Wackersteine verkauft“, erklärt der Wolfsexperte.

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Stadt Halle plant Hundekot-Biogasanlage http://der-kaiserschmarrn.com/stadt-halle-plant-hundekot-biogasanlage/ http://der-kaiserschmarrn.com/stadt-halle-plant-hundekot-biogasanlage/#respond Mon, 22 Feb 2016 08:33:02 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1848 Halle (Kaisch). Spaziergänger beklagen zunehmend, dass Rasenflächen und Gehwege in der Lindenstadt mit Hundekot verschmutzt werden. Nachdem die Einrichtung von Hundeklos und Kontrollen des Ordnungsamtes keine nennenswerten Verbesserungen gebracht haben, will die Stadt Halle nun neue Wege gehen. „Wir haben gesehen, dass drohende Strafen die Hundebesitzer nicht zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem großen Geschäft ihrer Schützlinge veranlasst. Deswegen werfen wir nun alle Strategien über die Haufen und setzen zukünftig auf ein Belohnungssystem“, erklärt ein Sprecher des Ordnungsamtes. Die Strategie hierzu hat das Stadtplanungsbüro Pischen und Koten aus Peckeloh entwickelt. Demnach soll im Ravenna- Park die bundesweit erste Hundekot-Biogasanlage errichtet

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Im Dienst der Energiegewinnung: Jedes Häufchen zählt. Foto: © Carola Schubbel - Fotolia.com

Im Dienst der Energiegewinnung: Jedes Häufchen zählt. Foto: © Carola Schubbel – Fotolia.com

Halle (Kaisch). Spaziergänger beklagen zunehmend, dass Rasenflächen und Gehwege in der Lindenstadt mit Hundekot verschmutzt werden. Nachdem die Einrichtung von Hundeklos und Kontrollen des Ordnungsamtes keine nennenswerten Verbesserungen gebracht haben, will die Stadt Halle nun neue Wege gehen.

„Wir haben gesehen, dass drohende Strafen die Hundebesitzer nicht zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem großen Geschäft ihrer Schützlinge veranlasst. Deswegen werfen wir nun alle Strategien über die Haufen und setzen zukünftig auf ein Belohnungssystem“, erklärt ein Sprecher des Ordnungsamtes. Die Strategie hierzu hat das Stadtplanungsbüro Pischen und Koten aus Peckeloh entwickelt. Demnach soll im Ravenna- Park die bundesweit erste Hundekot-Biogasanlage errichtet werden.

„Wir haben errechnet, dass ein Hund pro Tag durchschnittlich 500 Gramm hoch kalorische Biomasse produziert. Bei etwa 1400 Hunden in der Stadt macht das ungefähr 700 Kilo. Berücksichtigt man, dass aus den umliegenden Städten und Gemeinden noch einmal Biokotmasse in ähnlich großem Umfang hinzukommt, ständen etwa eineinhalb Tonnen organische Brennstoffmasse für die Verstromung zur Verfügung. Damit könnte der tägliche Energiebedarf des Ravenna-Parks locker gedeckt werden“, erklärt Planer Tim Schneuer.

Die Stadt Halle will bereits Anfang April die ersten Hundekot-Sammelstationen einrichten. „Es ist angedacht, zunächst in der Bürgerberatung sowie an der Kompostierungsanlage Wiegestationen zu installieren. Für ein Häufchen von 500 Gramm ist ein Preis von 1,20 Euro geplant. Der durchchschnittliche Hundebesitzer wird also für den Output seines Lieblings Monat für Monat mit 36 Euro entlohnt“, erklärt ein Sprecher des Haller Ordnungsamtes und fügt hinzu: „Bei diesem Preis lohnt es sich sogar, hinauszugehen und Fremdhäufchen zu sammeln. Gerade für Schüler und Studenten kann das zu einem lu-krativen Nebenjob werden.“ Allerdings, schränkt er ein, unterliege der Gewinn aus Hundekotgeschäften der Absatzsteuerpflicht.

Die braune Hundekot-Tonne: So soll sie aussehen. Foto: © Wendelin Weishaupt - Fotolia.com

Die rot-braune Hundekot-Tonne: So soll sie aussehen. Foto: © Wendelin Weishaupt – Fotolia.com

Langfristig ist geplant, für jeden Hundehaushalt eine Kottonne bereitzustellen. Diese rot-braunen sogenannten Bello-Behälter sollen dann im zweiwöchigen Rhythmus von Spezialfahrzeugen gewogen und anschließend geleert werden. „Wir werden jedoch stichprobenartige Kontrollen vornehmen, um sicherzustellen, dass beispielsweise kein minderwertiger, weil brennstoffärmerer Katzenkot oder Ähnliches unter die Hundeausscheidungen gemischt wird“, so der Sprecher weiter.

Die Hundekot-Biogasanlage im Ravenna-Park soll spätestens ab Juni in Betrieb gehen. „Ab Mitte Juni kann dann dort der gesamte Energieverbrauch aus heimischen, nachgleitenden Rohstoffen gewonnen werden“, verspricht ein Sprecher der Stadt und ergänzt: „Wir in Halle sind endgültig auf den Hund gekommen. Ab jetzt zählt, was hinten rauskommt.“

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Männer wollen lieber allein tanzen http://der-kaiserschmarrn.com/maenner-wollen-lieber-allein-tanzen/ http://der-kaiserschmarrn.com/maenner-wollen-lieber-allein-tanzen/#respond Sat, 20 Feb 2016 10:59:47 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1844 Altkreis Halle (Kaisch). Eine Umfrage des Verbandes Deutscher Tanzlehrer (VDT) unter insgesamt 1300 Tanzsportinteressierten hat ein überraschendes Ergebnis erbracht. Demnach gaben 83,5 Prozent der befragten Männer an, dass sie es vorziehen, Standardtänze lieber ohne Partnerin zu tanzen. Bei den Frauen waren lediglich 12,7 Prozent dieser Auffassung. „Das ist ein überraschendes Resultat“, sagt Michael Stallmann von der Tanzschule Stüwe Weissenberg in Halle und fügt hinzu: „Wenn das stimmt, müssen wir unser Angebot komplett neu überdenken.“ Die Befragten hatten erklärt, dass eine gemeinsame Schrittabstimmung mit der Partnerin die korrekte rhythmische Bewegung im Takte der Musik nur unnötig verkompliziert. „Wenn ich mich alleine

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Lieber allein: Wie dieser Mann, denken knapp 90 Prozent aller Tanzsportinterten. Foto: © Piotr Marcinski – Fotolia.com

Lieber allein: Wie dieser Mann, denken knapp 90 Prozent aller Tanzsportinteressierten. Foto: © Piotr Marcinski – Fotolia.com

Altkreis Halle (Kaisch). Eine Umfrage des Verbandes Deutscher Tanzlehrer (VDT) unter insgesamt 1300 Tanzsportinteressierten hat ein überraschendes Ergebnis erbracht. Demnach gaben 83,5 Prozent der befragten Männer an, dass sie es vorziehen, Standardtänze lieber ohne Partnerin zu tanzen. Bei den Frauen waren lediglich 12,7 Prozent dieser Auffassung. „Das ist ein überraschendes Resultat“, sagt Michael Stallmann von der Tanzschule Stüwe Weissenberg in Halle und fügt hinzu: „Wenn das stimmt, müssen wir unser Angebot komplett neu überdenken.“

Die Befragten hatten erklärt, dass eine gemeinsame Schrittabstimmung mit der Partnerin die korrekte rhythmische Bewegung im Takte der Musik nur unnötig verkompliziert. „Wenn ich mich alleine durch den Raum bewege, kann ich mich voll auf meine Schrittsequenzen konzentrieren und muss dabei nicht etwaige Wackler oder Fehlschritte meiner Partnerin ausgleichen“, erklärte beispielsweise der Steinhagenener Lothar Schmechte und fügt hinzu: „Der Solo-Standardtanz gibt mir zudem die Möglichkeit, spontan zu improvisieren.“

Auch fühlen sich nach Ergebnissen der Umfrage viele Männer unter einem ungeheuren psychischen Druck. „Ich soll führen und immer für beide vorausdenken. Und wenn dann mal was schief geht, habe ich stets die Arschkarte gezogen und werde womöglich sogar beschimpft“, sagt Schmechte.

Den Einwand, standardmäßig solo zu tanzen, widerspreche dem Grundanliegen des Tanzes nach Gemeinsamkeit und Begegnung mit der Partnerin, will Schmechte nicht gelten lassen. „Was nützt mir alle Gemeinsamkeit, wenn man sich gegenseitig dann doch nur auf den Füßen steht?“, fragt er provokant und fügt hinzu: „Außerdem kann ich mich ja noch nach dem Tanzen mit meiner Frau austauschen.“

Michael Stallmann nimmt das Ergebnis der Umfrage sehr ernst: „Sicherlich ist es gewöhnungsbedürftig, wenn man sieht, wie sich Männer mit imaginären Partnerinnen im Arm durch den Tanzsaal bewegen. Aber vielleicht ist das ja eine Möglichkeit, um den Tanzsport einem noch breitem Publikum zu öffnen.“ Stallmann überlegt, ab Mitte März einen Solo-Tango-Kurs für Männer anzubieten. „Wer anschließend zum traditionellen Paartanz wechseln will, kann das ohne Probleme tun. Die Schritte sind die gleichen“, versichert der Gütersloher Tanzsportexeperte.

Auch das Problem der Angst vieler Männer, bei der Damenwahl von einer Frau aufgefordert zu werden, mit der man lieber nicht tanzen möchte, wäre damit gelöst. „Ob ich tanzen will oder nicht, entscheide ich einvernehmlich mit meinem Tanzpartner. Also mit mir“, sagt Jochen Schöne aus Werther, der bereits seit Jahren ein begeisterter Eintänzer ist.

Derweil haben die im internationalen Tanzsportverband organisierten Frauen Protestaktionen angekündigt. Unter dem Motto „Allein tanzt nur das Schwein“ will man bundesweit Solotanzveranstaltungen aufsuchen und dort konsequent die anwesenden Männer zum Tanz bitten. „Da wird es rundgehen“, verspricht Sprecherin Paula Peters und kündigt reichlich Rumba, Ruma täterää an.“

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Nach Hitlers „Mein Kampf“ wird jetzt auch „Mutti Mauzemiez“ neu verlegt http://der-kaiserschmarrn.com/nach-hitlers-mein-kampf-wird-jetzt-auch-mutti-mauzemiez-neu-verlegt/ http://der-kaiserschmarrn.com/nach-hitlers-mein-kampf-wird-jetzt-auch-mutti-mauzemiez-neu-verlegt/#respond Fri, 19 Feb 2016 08:12:02 +0000 http://der-kaiserschmarrn.com/?p=1831 Altkreis Halle (Kaisch). Der große Erfolg der Neuauflage von Hitlers „Mein Kampf“ hat die Altkreis-Buchändler offensichtlich inspiriert. Mit einer kommentierten Auflage eines berühmten Kinderbuches soll jetzt der zunehmenden Lesefaulheit von Kindern und Jugendlichen begegnet werden. Es handelt sich hierbei um das 1954 erschienene Bilderbuch „Mutti Mauzemiez und ihre Kätzchen“. „Wir glauben so, die Smartphone-Generation vorsichtig wieder an Bücher heranführen zu können“, sagte Rüdiger Schmolt, der einen Buchhandel in Kölkebeck-Zentrum leitet. Untersuchungen des Goethe-Instituts hatten zuletzt ergeben, dass Schülern selbst grundlegende Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung und Zeichensetzung fehlen. So halten nach einer Umfrage der Sprachforscher 90 Prozent der neun bis 17-Jährigen

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Bald schon ein Bestseller? Die Buchhändler im Altkreis bringen "Mutti Mauzemiez und ihre Kätzchen" in einer kommentierten Auflage heraus. Foto: © Carola Schubbel - Fotolia.com

Bald schon ein Bestseller? Die Buchhändler im Altkreis bringen „Mutti Mauzemiez und ihre Kätzchen“ in einer kommentierten Auflage heraus. Foto: © Carola Schubbel – Fotolia.com

Altkreis Halle (Kaisch). Der große Erfolg der Neuauflage von Hitlers „Mein Kampf“ hat die Altkreis-Buchändler offensichtlich inspiriert. Mit einer kommentierten Auflage eines berühmten Kinderbuches soll jetzt der zunehmenden Lesefaulheit von Kindern und Jugendlichen begegnet werden. Es handelt sich hierbei um das 1954 erschienene Bilderbuch „Mutti Mauzemiez und ihre Kätzchen“. „Wir glauben so, die Smartphone-Generation vorsichtig wieder an Bücher heranführen zu können“, sagte Rüdiger Schmolt, der einen Buchhandel in Kölkebeck-Zentrum leitet.

Untersuchungen des Goethe-Instituts hatten zuletzt ergeben, dass Schülern selbst grundlegende Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung und Zeichensetzung fehlen. So halten nach einer Umfrage der Sprachforscher 90 Prozent der neun bis 17-Jährigen ein Semikolon für eine chronische Darmerkrankung. 73 Prozent glauben, wenn sie einen Doppelpunkt sehen, es handle sich hierbei um ein fehlerhaftes Smiley und über die Hälfte aller Befragten waren sich sicher, ein Komma sei ein besonders gefährliches Saufspiel.

Angesichts dieser Ergebnisse halten wir es für sinnvoll, bei den Basics zu beginnen“, sagt Schmolt und ergänzt: „Mutti Mauzemiez und ihre Kätzchen“ ist aufgrund der großen Akzeptanz von Katzen im World Wide Web genau der richtige Starterstoff für die Digital Natives. Mit Zeichnungen am Rand des Bilderbuches sollen die Kinder und Jugendliche unter anderem auf richtiges Blättern hingewiesen werden. „Wir hatten schon Fälle, in denen ein Comic total zerfleddert worden ist, weil der 12-jährige Benutzer mit der gewohnten Wischtechnik versuchte, zur nächsten Seite zu gelangen“, so Schmolt.

Die Hoffnung, dass der Erfolg der kommentierten „Mein-Kampf-Version“ sich auch auf ein Kinderbuch übertragen lasse, hält Schmolt für durchaus berechtigt. „Mein Kampf“ und „Mutti Mauzemiez und ihre Kätzchen“ erreichen einen vergleichbaren Grad an Realitätsbezug und sind für normal gebildete Menschen auch ähnlich spannend.“ Er vermutet jedoch, dass das Bilderbuch aus dem Jahr 1954 weitaus höhere Ansprüche an den Intellekt stelle.

Die kommentierte Fassung von „Mutti Mauzemiez und ihre Kätzchen“ ist voraussichtlich ab Anfang März erhältlich. Vorbestellungen nehmen alle Buchhandlungen im Altkreis gerne entgegen.

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