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Bundeswehr wird familienfreundlich: Kampftaucher nehmen Seepferdchenprüfung ab

Foto: ©Bundeswehr/Sebastian Wilke

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Es musste erst ein Frau Verteidigungsministerin werden, ehe endlich das größte Problem der Streitkräfte angepackt wurde: Die Bundeswehr soll familienfreundlicher werden.  Gleich am ersten Arbeitstag hat Ursula von der Leyen die Vereinbarkeit von Krieg und Familie ins Visier genommen und zur Chefsache erklärt. Dem Kaiserschmarrn liegt der handgeschriebene  Entwurf eines ersten Maßnahmenkatalogs vor.

Demnach wird zukünftig jeder Soldat bei Auslandseinsätzen neben einer Handgranate auch ein Überraschungsei am Gürtel tragen. „Kleine Geschenke – vor allem an die Kinder – erhalten die Freundschaft und sorgen für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung des jeweiligen Landes“, heißt es in der Begründung. Die neue Einsatzzeitenregelung zielt in die gleiche Richtung: „Außenmaßnahmen, wie Durchsuchungen von ganzen Dörfern sowie deren Bombardierungen, dürfen demnach zukünftig nicht mehr nach 21 Uhr stattfinden, da die meisten Kinder zu dieser Zeit bereits schlafen. Auch sonntags von 11.30 bis 12 Uhr ist den Soldaten jegliches Eindringen in die Privatsphäre untersagt, um die pädagogisch wertvolle Sendung mit der Maus nicht zu stören“, heißt es in dem Papier. Darüber hinaus ist geplant, Aufklärungsdrohnen mit schwarz-gelb-geringelter Bemalung zu verzieren. Bei Anflügen werden sie – der Aufgabe angemessen – die Biene-Maja-Melodie summen: „In einem unbekannten Land…“

Auch in Deutschland sind Maßnahmen geplant, um die Freiwilligenarmee Bundeswehr noch mehr in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Angedacht ist beispielsweise, dass der Kampftaucherverband Flensburg familienfreundliche Kurse wie Rekrut-und-Kind-Schwimmen anbietet. Zudem können Kinder ab vier Jahren dort zukünftig das Seepferdchen-Abzeichen ablegen – allerdings unter erschwerten Bedingungen: in voller Montur und auf offener Ostsee. Landratten hingegen dürfen sich auf die Feldjägereinheit aus Münster freuen. Die kann ab 2014 zum Räuber-und-Gendarme-Spiel für Kindergeburtstage gebucht werden.

Klar ist auch, dass das Verteidigungsministerium in Zusammenarbeit mit dem Ravensburger Verlag ein Brettspiel mit dem Namen „Fang den Taliban“ auf den Markt bringt. Die reichhaltige Ausstattung des Spiels beinhaltet unter anderem Stahlhelm, Uniform und Knobelbecher für bis zu sechs Kinder ab drei Jahren. In einer aufwendig gestalteten Berglandschaft  gilt es dem Mann mit dem weißen Turban auf die Spur zu kommen. Aber Vorsicht: Überall lauern Sprengstofffallen. Wer in sie tappt, dessen Spielfigur verliert ein Bein, einen Arm oder sogar sein Leben.

Wie eine Sprecherin von der Leyens dem Kaiserschmarrn bestätigte, soll darüber hinaus ein so genanntes Rekruten-Betreuungsgeld auf den Weg gebracht werden. 150 Euro wird zukünftig jeder Soldat bekommen, der nicht in die Kaserne geht, sondern seine militärische Grundausbildung per Telekolleg im heimischen Wohnzimmer absolviert. „Dadurch haben die Soldatinnen und Soldaten mehr Zeit für ihre Familien. Papa und Mama können gemeinsam mit ihren Schützlingen Exerzieren, Waffenreinigen oder auch „Fang den Taliban“ spielen.  Und genau das ist das Ziel der Ministerin“, heißt es in einer Stellungnahme aus Berlin.

 

Fotolizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/deed.de

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