Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Website. Durch die Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. OK

. .

Schmuckatelier Marion Flethe WerbeFeld

Sepp Blatter ein Gefangener der FIFA

Soll Weltfußballer 2014 werden: Sepp Blatter © Markwaters | Dreamstime.com - Sepp Blatter Photo

Will endlich frei gelassen werden: Sepp Blatter © Markwaters | Dreamstime.com – Sepp Blatter Photo

Foto: © Markwaters | Dreamstime.com

Zürich (Kaisch). “Let’s go FIFA, let’s go FIFA!” Der verzweifelte Appell von Sepp Blatter blieb ungehört. Inständig flehte der bescheidene 79-Jährige die Delegierten an, ihn (natürlich verwendete er dabei den ihm gebührenden Pluralis Majestatis „us“ oder „uns“) gehen zu lassen. „Lasst uns doch gehen, lasst uns doch gehen“, rief der Schweizer inständig ins Mikrofon, doch er war längst wiedergewählt worden und musste weitermachen – seit Jahren gezwungen und gefangen von einem korrupten System.

Wie der Kaiserschmarrn aus dem engsten Vertrautenkreis Blatters erfahren hat, will der sympathische Eidgenosse schon seit Jahren die Bürde des FIFA-Bosses aus ethischen Gründen ablegen. Menschlich tief enttäuscht war er in der Vergangenheit immer wieder von den korrupten Vorgängen im größten Sportverband der Welt. Mehrfach musste er hilflos mit ansehen, wie er mit Hilfe von Schmiergeldzahlungen an FIFA-Delegierte gegen seinen ausdrücklichen Willen gewählt wurde. „Das hat ihn sehr erschüttert. Doch gegen die Macht der FIFA kann ein zart besaiteter Schöngeist wie Sepp Blatter nichts ausrichten“, sagte ein enger Freund und war dabei den Tränen nah.

Direkt vor der Wahl noch hatte der unglückliche Blatter, wie er in seiner Rede später erklärte, sich zurückgezogen und Gott in dieser schwierigen Situation um Unterstützung gebeten. Doch auch dieses Gespräch mit sich selbst nützte nichts. Und so stand nach seiner Wiederwahl ein geschundener, gedemütigter und zu tiefst bemitleidenswerter Mensch, im Hintergrund eng bewacht von einem Sicherheitsbeamten, am Mikrofon und musste gute Miene zum bösen Spiel machen. Sogar Amnesty International hat sich inzwischen eingeschaltet und fordert die Fifa mit Blick auf das Alter des Schweizers auf, Blatter endlich frei zu lassen: „Lasst ihn gehen FIFA, Lasst ihn gehen.“

Keine Kommentare bis jetzt

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Sie können folgende Tags nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>