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Begleitetes Saufen gegen den Alkoholmissbrauch

DSC_3178Die Bundesregierung hat dem zunehmenden Alkoholmissbrauch von Jugendlichen den Kampf angesagt. Minister Hermann Gröhe (CDU) will ein System installieren, das sich bereits bei der Verkehrserziehung junger Menschen bewährt hat. Wie beim begleiteten Fahren sollen die Jugendlichen beim begleiteten Saufen kontrolliert an den Umgang mit alkoholischen Getränken herangeführt werden. In einem Modellversuch im Altkreis Halle wird es unter 16-Jährigen ab sofort erlaubt sein, in Begleitung eines Elternteils hochprozentige Spirituosen zu erwerben und zu konsumieren. „Die Eltern haben eine viel größere Erfahrung mit Alkohol als ihre Kinder. Beim begleiteten Saufen können sie diese nun an ihren Nachwuchs weitergeben“, sagte Gröhe. Vor allem von Väterorganisationen wird diese Initiative begrüßt. „Endlich können Männer einen konstruktiven Beitrag zur Erziehung ihrer Kinder leisten“, heißt es etwa vom Verband Frühschoppen e.V.

Erste heimische Unternehmen haben bereits angekündigt, ihr Angebot den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen. So  wirbt ein Busunternehmen aus Versmold mit sogenannten Mutterfahrten an die Nordsee, wo Eltern und Kinder außerhalb der Drei-Meilen-Zone verbilligt Spirituosen einkaufen können. »Omasaufen bis der Arzt kommt« heißt es hingegen ab sofort in der Versmolder Diskothek Dejavue. Und auch das CC21 – älteren noch als Country Club bekannt – plant ein Comeback. In Anknüpfung an alte Traditionen wirbt der Party-Tempel an der Siedinghausener Straße mit der »Bier-Dad-Rate« am Mittwoch sowie der »Ma-cardi-Stunde« am Freitag. Hier heißt es stets: Zwei trinken und nur das Kind bezahlt.

Die Krankenkassen stehen dem Modellversuch skeptisch gegenüber und sehen bereits jetzt eine riesige Kostenlawine auf sich zukommen. Der Sprecher der IKKV „Wir befürchten einen massiven Anstieg der alkoholbedingten stationären Einweisungen. Es muss doch allen klar sein, dass Eltern die hohe Schlagzahl, die Kinder heute vorgeben, nicht mehr mitgehen können.“

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