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Abiturienten im Feierstress

Kommen aus dem Feiern nicht mehr heraus: Schulabgängerinnen in Deutschland. Foto: © Christian Schwier - Fotolia.com

Kommen aus dem Feiern nicht mehr heraus: Schulabgängerinnen in Deutschland. Foto: © Christian Schwier – Fotolia.com

Altkreis Halle (Kaisch). Abiturienten stehen unter einem ungeheuren Stress. Das hat eine Studie der AOK ergeben. Demnach befällt 85 Prozent aller Absolventen nach Abschluss von Prüfung und Feierlichkeiten eine mindestens zwei Monate andauernde Lethargie. Das soll sich nun ändern. Die Konferenz der weiterführenden Schulen im Altkreis Halle (KwSiAH) hat jetzt auf ihrer turnusmäßigen Sitzung einschneidende Änderungen beschlossen, um die Reifeprüflinge zu entlasten.

„Es kann nicht sein, dass Abiturienten, während sie sich auf die wichtigsten Ereignisse ihrer Schullaufbahn vorbereiten – die Mottowoche, den Chaostag und den Abschlussball –, auch noch mit Lernen beschäftigen müssen“, erklärte KwSiAH-Sprecher Dr. Rüdiger Petermann. So sollen bereits 2018 Abschluss und Feier entkoppelt werden. „Die Prüfungen werden dann ein Jahr nach den Feierlichkeiten stattfinden“, erläutert er den Plan. So müssen Eltern und Schüler im Feierstress nicht auch noch Rücksicht auf schulische Belange nehmen. Auch Schüler, die ihr Abitur nicht bestehen und sich dadurch die Feierlaune vermiesen ließen, können so zukünftig unbeschwert auf die Pauke hauen.

Half-On-The-Way-Party

Verbessert werden soll zudem die Vorbereitung auf die Abschlussfeierlichkeiten. „Die Lücke, die zwischen Einschulungszeremonie auf der weiterführenden Schule und der Abschlussfeier klafft, ist einfach zu groß“, sagt Petermann und schlägt daher vor, kleinere Zwischenstationen einzurichten, an denen sich die Schüler, aber auch Eltern und Lehrer in der Planung und Durchführung von Festen erproben können. Künftig sollen First-Quarter-Party, Half-On-The-Way-Party und Last-Quarter-Party ebenso zur Schullaufbahn gehören wie der Abschlussball. Kritikern, die argumentieren, das ewige Feiern würde einem effektiven Lernen entgegenstehen, entgegnet der KwSiAH-Sprecher: „Ich denke, wir haben klare Prioritäten gesetzt. Außerdem sollten die dazugehörigen Mottowochen den jeweiligen Lernstoff aufgreifen. Beispielsweise könnten sich Achtklässler bei ihrer Half-on-the-way-Party unter dem Motto »Graphen und Nullstellen« oder »Mitochondrien und Chloroplasten« verkleiden. Und sollten sich dennoch am Ende größere Lernlücken auftun, kann man ja die Zeit zwischen Abschlussfeier und Prüfung einfach um ein Jahr verlängern.“

Einige Schulen, darunter auch das Kreisgymnasium in Halle, haben den Bereich Abiturfeiermanagement bereits in eine schulunabhängige Gesellschaft ausgegliedert. Die neu gegründete »Feierbiest-GmbH«, deren Geschäftsführung stets Schüler des 12. Jahrgangs übernehmen, ist für Planung und Marketing aller Feierlichkeiten zuständig. Das KGH plant zudem eine enge Kooperation mit dem Berufskolleg. „Hier finden wir in den Bereichen Textilwirtschaft und Friseurhandwerk die nötigen Experten, die uns in Fragen exklusiven Kleidungsstils sowie extravaganten Kopfschmuckes beraten“, erklärt Ben Bredow, geschäftsführender Vorsitzender der Feierbiest GmbH.

Kapital-Feierversicherung schon in der Schwangerschaft

Bredow empfiehlt künftigen Eltern, bereits in der Schwangerschaft eine Kapital-Feierversicherung für die Kinder abzuschließen: „Nach unseren Erfahrungen der vergangenen Jahrgänge kommen für Abiball einschließlich Mottowoche, Sponsorenpartys und Abschlussfahrten etwa 2750 Euro auf jeden Absolventen zu. Wenn sie im vierten Schwangerschaftsmonat mit einen Sparplan beginnen, können Sie diese Summe schon mit einem monatlichen Beitrag von 13 Euro ansparen. Die Feierbiest-GmbH empfiehlt dabei das hauseigene Party-Plus-Paket mit Rückzahlungsgarantie im Krankheitsfall, unbürokratischer Schadensregulierung für mutwillig zerstörte Schuleinrichtung während des Chaostages sowie All-Inclusive-Verpflegung bei einer möglichen Übernachtung in der Ausnüchterungszelle.“

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